Schon vergangenes Jahr machte der Lebensmittelkonzern Apetito aus Rheine ein kräftiges Umsatzplus: 1,4 Milliarden Euro - das waren 4,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Und dieser Wachstumskurs könnte auch langfristig so weitergehen. Für das laufende Jahr rechnet der Hersteller von Tiefkühl-Fertigmenüs sogar mit einem Plus von bis zu sieben Prozent.
Suche nach Köchen ist oft vergeblich
Krankenhäuser, Seniorenheime, größere Schulen - überall da, wo es eigene Großküchen gibt, schlägt der Fachkräftemangel durch. Köche sind aktuell nicht oder nur schwer zu finden. Darum muss es ohne Fachpersonal gehen, was am Ende ja auch noch kostengünstiger ist.
Hier kommt immer häufiger Apetito ins Spiel - mit Speisen, die man nur noch aufzuwärmen braucht. Firmenchef Jan-Peer Laabs geht davon aus, dass der Notstand noch größer wird.
"Apetito löst dieses Problem: Wir ermöglichen Küchenbetrieb ohne Fachpersonal." Jan-Peer Laabs, Firmenchef Apetito Rheine
Verpflegung zum Aufwärmen in vielen Kantinen
Auch bei den Senioren ist Apetito im Vormarsch. Weil unsere Gesellschaft immer älter wird, sind auch Essen auf Rädern und Verpflegung für Alten- und Pflegeheime ein wachsender Markt.
Von Veggie-Day bis Hausmannskost
Hier steht übrigens Hausmannskost hoch im Kurs: Eintopf, Rouladen, Königsberger Klopse. In Kitas und Schulen wächst hingegen die Nachfrage nach vegetarischem Essen.
Und in den Firmenkantinen laufen Spaghetti Bolognese und Bami Goreng richtig gut. Aber auch die Currywurst feiert auf Rang 3 ein kleines Comeback.
Auch international auf Wachstumskurs
Rund 12.800 Menschen arbeiten derzeit bei Apetito, nicht nur in Rheine, auch im Ausland. So entsteht in Großbritannien, dem zweitwichtigsten Markt des Unternehmens, ein neues Werk. Dann kann dort doppelt so viel produziert werden wie heute.
Aus Kanada liefert Apetito Essen in die USA. Und auch über Spanien als neuen Standort denkt der Fertigessen-Produzent nach. Dann müsste man künftig die Kanarischen Inseln nicht mehr von Rheine aus beliefern.
Unsere Quellen:
- Nachrichtenagentur dpa
Sendung: WDR 2 Münsterland, Lokalzeit 21.05.2026, 11:31 Uhr