Mit einem Durchschnittspreis von 1,80 Euro für den Liter Super E10 zählte NRW im jüngsten Spritpreis-Vergleich des Automobilclubs ADAC zu den günstigeren Bundesländern. Und auch der Diesel war in NRW mit einem Literpreis von 1,73 Euro zum Stichtag günstiger als anderswo in Deutschland.
Je nach Bundesland liegen die Preisunterschiede je Liter bei bis zu sechs Cent - immerhin drei Euro bei einer Tankfüllung von 50 Litern. Bundesweit am günstigsten Tanken konnten Autofahrer zuletzt im Saarland. Am teuersten war die Tankfüllung in Sachsen (Super E10) und Hessen (Diesel).
Die Daten des ADAC sind jedoch nur Momentaufnahme. Ausgewertet wurden dabei die Preise von bundesweit mehr als 14.000 Tankstellen und zwar am Donnerstag, 18. Juni, um 11:00 Uhr. Seit Einführung der Zwölf-Uhr-Regel steigen die Preise zur Mittagszeit in der Regel deutlich - zuletzt um gut 14 Cent beim Liter Super E10 und mehr als 18 Cent beim Liter Diesel.
Weil die Spritpreise nach der neuen Regel nur noch ein Mal am Tag steigen dürfen, tanken Autofahrer mittags um kurz vor Zwölf am günstigsten. Eine Analyse des ADAC zeigt jedoch auch, dass die Preise schon ab 17:30 Uhr unter dem Tagesdurchschnitt liegen.
Vor dem Hintergrund des möglichen Friedensabkommens im Nahen Osten und der Öffnung der Straße von Hormus war der Ölpreis deutlich gesunken. "Angesichts des deutlichen Ölpreisrückgangs müsste der Spritpreis allerdings noch stärker sinken", heißt es vom ADAC.
Sowohl Rohöl als auch Sprit waren zuletzt etwa so teuer wie Anfang März. Zu diesem Zeitpunkt war allerdings der Tankrabatt noch nicht in Kraft, der die Energiesteuer bei Benzin und Diesel im Mai und Juni um jeweils rund 17 Cent abgesenkt hat. Mit Ende des Tankrabatts Ende Juni erwartet der Automobilclub wieder deutlich steigende Spritpreise.
Unsere Quellen:
- ADAC-Auswertung: In Sachen und Hessen tankt man am teuersten
- WDR-Anfrage beim ADAC
Sendung: wdr.de, "Autofahrer in NRW tanken vergleichsweise günstig", 19.06.2026, 13:34 Uhr
