Christa Krebbing steht in der Küche und bestreut eine Brötchenhälfte mit Käse. Neben ihr steht eine große Schale mit der Hack-Mischung, daneben liegen weitere Brötchen.

Die Leibspeise des Ernte-Teams: Die Silierbrötchen

Der Mais ruft! Wenn "Silierbrötchen" zum Star der Ernte werden

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Rund 30 Hektar Mais wollen sie auf dem Hof Krebbing in Hamminkeln an diesem Tag häckseln und einlagern. Ein Gebiet so groß wie etwa 42 Fußballfelder. Dazu sind viele Helfer gekommen. Wie Landwirtin Christa Krebbing dafür sorgt, dass alle bei Kräften bleiben.

Zielsicher greift Christa Krebbing in eine große Schüssel und bestreicht mit der Hack-Mischung darin eine Brötchenhälfte nach der anderen. Dutzende liegen noch vor ihr. "Das Gematsche geht mit den Händen besser als mit irgendwas anderem", sagt sie. Sie streut Käse darauf und stellt die Hälften in den Ofen. Krebbings "Silierbrötchen" sind der Renner zu jeder Erntezeit.

Während ihr Sohn und der Rest der Mannschaft auf dem Feld unterwegs sind, steht Krebbing den ganzen Tag in der Küche. Dabei ist sie erst gestern aus dem Urlaub gekommen. Kaffee am Morgen, Mittagessen, Kuchen am Nachmittag, deftige Brötchen am Abend. Die gelernte Hauswirtschafterin lächelt. "Wenn es heißt 'bei Krebbing silieren', dann gehen alle gerne hin."

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2025 bauten Landwirte in NRW insgesamt auf über 210.000 Hektar Silomais an. Die Pflanzen werden kleingehäckselt und anschließend siliert. Der Mais wird dabei durch Milchsäuregärung konserviert, um ihn später als Futter nutzen zu können. Die Verpflegung für die Helfer ist aber nicht nur ein Ausdruck der Wertschätzung. Sie sorgt auch dafür, dass alle mit so wenig Unterbrechungen wie möglich arbeiten können.

Jahreshighlight: Maishäckseln

Denn wenn an einem Tag viele Hektar Mais gehäckselt werden sollen, kostet jede Verzögerung Geld. Der stärker werdende Regen macht es den Arbeitern auf dem Feld nicht leichter. Für lange Essenspausen fehlt die Zeit. Sohn Steffen Krebbing holt die Verpflegung deshalb immer wieder auf dem Hof ab und bringt sie direkt zu rund 15 Helfern an diesem Tag. Nur für ein kurzes Mittagessen trifft sich das ganze Team gemeinsam auf dem Hof. Dann geht es zurück auf das Feld.

Steffen Krebbing schätzt, dass sie noch bis mindestens 22 Uhr im Einsatz sein werden, vielleicht noch bis Mitternacht. Aber er sagt: "Maishäckseln ist nur einmal im Jahr. Das ist für andere der Malle-Urlaub, für mich ist das Maishäckseln. Das ist mein Glücksgefühl hier." Währenddessen fährt er mit dem Trecker den holprigen Weg entlang und lächelt. Seine Mutter bereitet in der Küche da gerade die letzten "Silierbrötchen" für den Abend vor. Auch für sie wird es ein langer Tag. "Erst, wenn wir den Haufen fertig haben, gehen wir ins Bett. Das ist das gängige Landleben."

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