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Künstliche Intelligenz nimmt auch im Handwerk immer mehr Einzug.

Künstliche Intelligenz im Handwerk Wie sich das Handwerk im Ruhrgebiet durch KI verändert

Stand:

Die Künstliche Intelligenz hat Einzug ins Handwerk gehalten. Das verändert die Arbeitswelt. Im Handwerk sind aber weitaus weniger Jobs bedroht, als in anderen Branchen. Genutzt wird sie zum Beispiel zur Unterstützung und Vorbereitung.

"Natürlich ist es so, dass KI keinen Hammer hält und auch keine Dachziegel legt", sagt Berthold Schröder, Präsident der Handwerkskammer Dortmund und Inhaber einer Schreinerei in Hamm. Seine Kammer, die für den Bereich von Bochum bis Soest zuständig ist, hat sich mit den Folgen der Künstlichen Intelligenz (KI) fürs Handwerk befasst.

KI kalkuliert, was beim Bäcker im Regal liegt

Bisher nutzten viele Handwerker die Künstliche Intelligenz hauptsächlich für Buchhaltung und Angebotserstellung. Aber es gebe auch praktische Anwendungen. Bäckereien aus dem Kammerbezirk Dortmund entscheiden bereits mit KI, was am nächsten Tag im Regal liegt, sagt die Handwerkskammer.

Computer machen demnach Prognosen für den Folgetag: "Also man bezieht da Wetterprognosedaten, die Daten der Vergangenheit ein. Die Lage, die Uhrzeit spielt eine Rolle, das Datum." Aus diesen Komponenten könnten Bäcker ermitteln, wie viele Brötchen, Brot und Kuchenteilchen am Tag verkauft würden. Dadurch wandern wesentlich weniger Lebensmittel am Abend in den Müll.

Wie sich das Handwerk im Ruhrgebiet durch KI verändert

WDR 04.05.2026 00:44 Min. Verfügbar bis 04.05.2028

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"Natürlich ist es so, dass KI keinen Hammer hält" Berthold Schröder, Präsident der Handwerkskammer Dortmund

Allerdings treibt Schröder auch eine Angst um: dass die Handwerker den Trend verschlafen. Viele Betriebe hätten wegen der konjunkturellen Lage ihre Investitionen gekürzt: "Das in einer Zeit, wo neue Technologien auf den Markt drängen", beklagt der Handwerkspräsident.

Dass die KI Jobs vernichten könnte, ist bei vielen Arbeitnehmern angekommen. Das zeigt eine Umfrage des ZDF-Politbarometer. Danach machen sich 68 Prozent der Abiturienten und 71 Prozent der Akademiker keine Sorgen, dass KI ihren Job vernichten könnte.

Bei Menschen mit Hauptschulabschluss (37 Prozent) und Mittlerer Reife (59 Prozent) sind wesentlich weniger Befragte sicher, dass ihr Job erhalten bleibt. Das ist spannend, weil in der Realität KI eher Jobs von Angestellten als von Handwerkern oder Arbeitern bedroht.

Wegen KI mehr Bewerber im Handwerk?

Berthold Schröder hofft, dass diese Entwicklung junge Leute ins Handwerk treiben könnte. Viele junge Menschen hätten die Sorge: "Was passiert jetzt eigentlich mit einem Beruf in der Verwaltung, wo möglicherweise KI relativ schnell Ersatz schaffen wird?" Für sie sei das Handwerk eine sichere Alternative, da die Jobs dort nicht so stark gefährdet seien wie in Büro-Berufen: "Bis ein Roboter einen Dachstuhl aufschlägt, wird es noch ein bisschen dauern".

Unsere Quellen:

  • Handwerkskammer Dortmund
  • ZDF- Politbarometer

Sendung: WDR.de, Wie sich das Handwerk im Ruhrgebiet durch KI verändert, 04.05.2026, 6.00 Uhr

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