Wichtig ist, dass man Eier kauft, die von gesunden Hühnern stammen. Ob sie das sind, kann man ihnen freilich nicht ansehen. Deshalb empfiehlt es sich darauf zu achten, aus welcher Haltung die Eier stammen. Ob Bio, Freiland, Bodenhaltung – das lässt sich an der ersten Ziffer der Zahlenreihe ablesen, mit der jedes Ei gestempelt ist: 0 steht für Bio, 1 = Freilandhaltung, 2 = Bodenhaltung und 3 ist die Käfighaltung, die in Deutschland eigentlich verboten ist. Eier in verarbeiteten Produkten kommen oft trotzdem aus Käfighaltungssystemen, aber dann eben aus dem Ausland.
Eier müssen frisch sein
Das Lege- oder das Verpackungsdatum auf der Eierpackung ist eine freiwillige Angabe. Steht es nicht darauf, kann man es mit vorgeschriebenen Mindesthaltbarkeitsdatum jedoch errechnen: es liegt 28 Tage nach dem Legedatum.
Zu Hause gehören Eier in den Kühlschrank. Dann kann man sie auch über drei Wochen hinaus unbesorgt verwenden. Weich gekocht, also mit flüssigem Eidotter zum Frühstück, sollte man sie jedoch nach diesen drei Wochen nicht mehr unbedingt verspeisen. Aber selbstverständlich kann man damit weiterhin kochen oder backen.
Ein frisches Ei erkennt man nach dem Aufschlagen am festen Eiweiß. Es umschließt den Dotter als kompakte, geradezu widerstandsfähige Hülle. Schüttelt man das Ei, spürt man im Inneren eine feste Masse. Mit zunehmendem Alter entsteht im Ei eine Luftblase, der Inhalt fühlt sich schwabbelig an, hat keinen Halt mehr in der Eischale. Diese dann immer größer werdende Luftblase lässt das Ei schließlich schwimmen, weil es immer leichter wird.
Ideal fürs Pochieren, wo das Eiweiß das Eigelb wie eine Tasche umschließen soll, sind Eier zwischen dem 5. und 10. Tag – jünger sollten Eier nicht sein, ihr Eiweiß ist dann noch grisselig, der Geschmack noch nicht vollkommen entwickelt.
Sind Bio-Eier besser?
Eier von Hühnern, die neben Samen und Körnern auch frische Pflanzen, Insekten, Würmer und Schnecken fressen, liefern einen weit höheren Nährwert. Studien haben ergeben, dass im Vergleich zu Eiern von Hühnern, die nur Körner verfüttert bekommen, sie über zwei Drittel mehr Vitamin A, zweimal mehr Omega-3-Fettsäuren, dreimal mehr Vitamin E, vier bis sechs Mal mehr Vitamin D, sieben Mal mehr Beta-Carotin, dafür aber ein Drittel weniger Cholesterin und 25 Prozent weniger gesättigte Fettsäuren haben.