Der Philosoph Sebastian Ostritsch
Mit dem Zeitalter der Aufklärung verloren Gottesbeweise an Wirksamkeit. Immanuel Kant argumentierte, dass ein rationaler Gottesbeweis gar nicht möglich ist, weil Gott etwas ist, was jenseits der Welt und der Erfahrung liegt, so dass er mit den Mitteln der Vernunft nicht erklärbar oder verstehbar ist. Das ist eine Grunderkenntnis des Denkens der Moderne – die der Philosoph Sebastian Ostritsch nun allerdings wieder hinterfragt. Er weist auf die fünf Wege des Gottesbeweises von Thomas von Aquin hin, die zwar keinen naturwissenschaftlichen Beleg, aber ein relevantes Denk-Argument darstellten: Dass Dinge existieren, hat Ursachen – und hinter einer Kette von Ursachen und Wirkungen muss es einen Ur-Grund geben. Könnte das ein Gott sein, der erklärbar und verstehbar ist?
Kann man die Existenz Gottes beweisen? Wie funktioniert so ein Gottesbeweis? Welche Rolle spielt das Denken, welche der Glaube? Wie stehen Sie zur Existenz Gottes?
Hörer:innen können mitdiskutieren unter 0800 5678 555 oder per Mail unter philo@wdr.de.
Redaktion: Jonas Klüter–Tovar
WDR 5, Das philosophische Radio, 20.04.2026, 19:04 Uhr