Wird es in Zukunft überhaupt noch genügend Arbeit geben?
Die KI ersetzt Arbeitsplätze in großem Umfang. Das führt zu Ängsten. Wird es in Zukunft überhaupt noch genügend Arbeit geben? Tatsächlich nimmt der Bedarf an Arbeitskräften sogar zu, sagt der Soziologe Florian Butollo. Das wird massive Folgen für Wirtschaft und Gesellschaft haben.
Der Soziologe Florian Butollo
“Im Grunde ist die Annahme, dass die Maschine uns Arbeit wegnehmen könnte, so alt wie der Kapitalismus selbst“, sagt der Florian Butollo, Professor für Soziologie an der TU Berlin.. Schon Karl Marx habe in einer Vorarbeit zu “Das Kapitel“ darüber nachgedacht. Auch “realitätsfremde Warnungen vor technologischer Arbeitslosigkeit begleiten uns seit langem“, so Butollo weiter. Die Technik habe Arbeit zwar in vielfacher Weise vereinfacht, ergänzt und auch ersetzt, die Gesamtbeschäftigung habe jedoch nicht abgenommen. Im Gegenteil: “Mittlerweile ist ein Mangel an Arbeitskräften zum dominanten Arbeitsmarktphänomen geworden.“ Diese Entwicklung werde sich noch verstärken. Eine Folge: Der Arbeitsmarkt wird sich gravierend verändern – in Richtung eines Anbietermarktes.
Welche Auswirkungen werden Digitalisierung und KI auf die Arbeit haben? Wie viel und welche Arbeit macht Sinn? Was denken Sie über die Zukunft der Arbeit?
Hörerinnen und Hörer können mitdiskutieren unter 0800 5678 555 oder per Mail unter philo@wdr.de.
Redaktion: Jonas Klüter-Tovar
WDR 5, Das philosophische Radio, 01.06.2026, 19:04