Umfangreiches Archivmaterial
Claude Lanzmann prägte mit seinem Dokumentarfilm "Shoah" (1985) die Erinnerung an den Holocaust. Während seiner mehrjährigen Recherchen für den Film sind zahlreiche Aufnahmen mit Überlebenden, Zeitzeugen und Tätern entstanden - ein bisher nicht erschlossenes, 220 Stunden starkes Audio-Archiv, das dem Jüdischen Museum Berlin 2021 übergeben wurde.
Neue Einblicke, neues Erinnern?
Diese Aufnahmen zum Mord an den europäischen Juden werden der Öffentlichkeit nun sukzessive zugänglich gemacht. Ein nicht unumstrittener Einblick. Schließlich spürte Lanzmann auch Täter auf und fertigte ohne deren Einwilligung Aufnahmen an. Wie ist sein Vorgehen heute einzuordnen? Welche neuen Einblicke gewähren diese Aufnahmen? Und was bedeutet das Archiv für das Erinnern an die Shoah?
Autor: Carsten Dippel
Eine Produktion des RBB
Redaktion im WDR: Wassilios Nikitakis
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