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22.03 - 06.00 Uhr ARD Infonacht
Ein Patient sitzt auf einer Couch, gegenüber sitzt ein Therapeut und macht sich Notizen

Therapie endet nie: Die Psychologisierung des Alltags

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Depressionen, Angststörungen, ADHS: Therapien und Diagnosen sickern in unsere Alltagskultur ein. Für Betroffene fällt so zumindest der Druck des Stigmas langsam weg. Die Psychologisierung der Welt birgt aber auch Risiken.

Diagnostizierte Welt

Früher mit Scham behaftet, heute Smalltalk-Thema: Immer mehr Menschen gehen in Therapie, um sich bei ihren Seelenleiden helfen zu lassen. Eigentlich eine positive Entwicklung. Doch die zunehmende Therapieerfahrung führt dazu, dass medizinische Fachbegriffe Teil unserer Alltagssprache geworden sind. Schnell wird jemandem Narzissmus unterstellt, ADHS-Diagnosen bekommt man per Smartphone am Frühstückstisch. Und auch die Grenzen dessen, was wir zwischenmenschlich auszuhalten bereit sind, verschieben sich.

Welcher Umgang ist angemessen?

Welche Gefahren birgt der leichtfertige Umgang mit Vokabular aus der Psychotherapie? Wo liegen die Chancen und Grenzen der Entstigmatisierung mentaler Gesundheit?

Therapie endet nie: Die Psychologisierung des Alltags

WDR Lebenszeichen 07.06.2026 28:31 Min. Verfügbar bis 05.06.2027 WDR 5


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Autor: Marcus Latton

Übernahme vom RBB

Redaktion im WDR: Wassilios Nikitakis

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