Wüst vs. Kutschaty: Das TV-Duell im Video mit Ticker-Analyse

Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) und sein Herausforderer Thomas Kutschaty (SPD) sind im TV-Duell aufeinandergetroffen. Wir haben die Aussagen im Livestream eingeordnet und das Duell im Live-Ticker begleitet.

Thomas Drescher
Thomas Drescher

Im Livestream geht's weiter

In der "Alten Schlossfabrik" in Solingen läuft die Nachbesprechung der beiden Teams von SPD und CDU. Wir beenden hier den Liveticker. Im Livestream weiter oben geht es noch bis 22 Uhr weiter.
Martin Teigeler
Martin Teigeler

Das war es

So, das TV-Duell ist vorbei. Wir hatten ohnehin nicht vor, hier einen Sieger oder Verlierer auszurufen, aber das wäre nach dieser Diskussion zwischen Hendrik Wüst und Thomas Kutschaty auch schwierig.
Martina Koch
Martina Koch

Koalitionspartner-Bingo

Ob Kohleausstieg 2030, flexiblere Kita-Öffnungszeiten und die Beibehaltung der Schuldenbremse - da sind sich Wüst und Kutschaty einig. Heißt: sie könnten flexibel auch mit Grünen oder FDP Koalitionsgespräche führen. Alles offen also für den Wahlausgang.
Sabine Tenta
Sabine Tenta

Die "Schlusslicht-Debatte" ist wieder da!

Hendrik Wüst versucht, an den erfolgreichen Wahlkampf seines Vorgängers Armin Laschet (CDU) anzuknüpfen. Der hatte 2017 mit einer Schlusslicht-Debatte die Regierung von SPD und Grünen angegriffen. Thomas Kutschaty hält dagegen mit .... Zahlen natürlich. 
Thomas Drescher
Thomas Drescher

Ohnmächtig?

Der nette Körpersprachencoach aus unserem Livestream, der den Diskutanten Emotionalisierung empfohlen hatte, wenn Sie das Wahlvolk erreichen wollen, dürfte inzwischen ohnmächtig geworden sein.
Martin Teigeler
Martin Teigeler

Für Zuschauer ein sportlicher Abend

Das ist ein strammer Ritt hier durch die landespolitischen Fachthemen. Gerade für Zuschauerinnen und Zuschauer, die nicht jeden Tag "Landtag NRW" googlen, bieten Wüst und Kutschaty eine große Fülle an Zahlen und Fakten und Statistiken. Ob da jeder und jede folgen kann, bleibt fraglich.
Martina Koch
Martina Koch

Auch beim Stahl sind sie sich einig

Thomas Kutschaty kann sich die staatliche Beteiligung am Stahlkonzern Thyssen-Krupp vorstellen. Jobs retten - das will auch Hendrik Wüst. Von ihm kommt kein klares Nein zur Staatsbeteiligung. Statt dessen minutenlange Ausführungen, wie NRW-Unternehmen weltmarktfähig bleiben. Das ist etwas fürs Fachpublikum - und für Stahlarbeiter und -verarbeiter.
Martin Teigeler
Martin Teigeler

 Diese beiden könnten...

... vielleicht ganz gut zusammen regieren, wenn man sich den sachlichen Austausch so anschaut. Sie blicken sich beim Diskutieren zugewandt an, lassen sich artig ausreden. Das wäre ja nicht die schlechteste Grundlage für Sondierungs- und Koalitionsverhandlungen. Klar, eine NRW-Groko wäre sicherlich nicht beider Wunschbündnis, aber ausschließen sollte man so eine Koalition nicht - wenn das Wahlergebnis kompliziert wird.
Sabine Tenta
Sabine Tenta

Das Eigenheim und der Flächenfraß

Hendrik Wüst will den Leuten nicht ihr Eigentum "vergrätzen" und ihnen die Wahl lassen. Thomas Kutschaty gibt zu bedenken, dass große Häuser oft am Bedarf vorbeigehen und will den Flächenverbrauch begrenzen. Kutschaty setzt eher auf bezahlbare Mietwohnungen und staatlichen Wohnungsbau - ein zentrales Thema der SPD im Wahlkampf. Es ist ein emotionales Thema, weil es mit dem Eigenheim, dem Wohnen ans Eingemachte, ans Heim und die laufenden Kosten geht. Und um die Zukunft und die Klimakrise. 
Martin Teigeler
Martin Teigeler

Redezeit: Wüst und Kutschaty fast gleichauf

Ähnlich wie in den Vorwahlumfragen ist es auch bei der Redezeit heute Abend ein knappes Rennen.
Martina Koch
Martina Koch

Beide wollen Pflegekräfte entlasten

An den Unikliniken streikt das Pflegepersonal. Ministerpräsident Wüst verspricht den Streikenden jetzt Entlastung. Das Problem: Es fehlen Pflegekräfte. Laut Herausforderer Kutschaty mehr als doppelt so viele wie vor 5 Jahren. Der SPD-Spitzenkandidat will deshalb Teilzeitkräfte in Vollzeit bringen.
Sabine Tenta
Sabine Tenta

"Alles furchtbar kompliziert" ...

.... meint Hendrik Wüst zum Thema Pflege, aber dennoch erklärt er geduldig, kann ausreden. Auch Kutschaty argumentiert differenziert. Hier versucht niemand mit populären steilen Thesen zu vereinfachen, sondern sie zeigen, dass Politik vor allen Dingen eines ist: komplex. 
Martin Teigeler
Martin Teigeler

Es fliegen nicht gerade die Fetzen hier

Weiter ist es ein eher unemotionaler Austausch der bekannten Positionen. Wüst und Kutschaty fallen sich fast gar nicht ins Wort, sondern tragen nacheinander vor. Es hat stellenweise den Charme einer landespolitischen Fachtagung. Bei der Wahlarena ging es da zwischen Joachim Stamp (FDP) und Markus Wagner (AfD) deutlich polemischer zu. 
Martin Teigeler
Martin Teigeler

Streit beim Thema Krankenhausreform

Jetzt kommt ein brisantes Thema: die Krankenhausreform von Schwarz-Gelb. Wüst betont, man wolle den ruinösen Wettbewerb zwischen Krankenhäusern um lukrative OPs beenden. Kutschaty warnt, die Versorgungssicherheit sei in Gefahr. Beide Politiker werfen sich gegenseitig vor, in ihren Regierungszeiten Krankenhäuser schließen zu wollen beziehungsweise geschlossen zu haben. Hintergründe zum Thema: 
Martin Teigeler
Martin Teigeler

Die Sache mit den ausgeglichenen Haushalten

Wüst betont das CDU-Credo der ausgeglichenen Haushalte. Im finanzpolitischen Alltag in NRW gab und gibt es aber immer mal wieder Kritik an der Haushaltspolitik des Landes. Ein Beispiel aus dem Jahr 2021:

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