Mikrozensus hat begonnen | Aktuelle Stunde

00:24 Min. Verfügbar bis 12.01.2028

Mikrozensus 2026: Darum geht es bei der Befragung

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Ab heute könnte wieder Post vom Statistischen Landesamt im Briefkasten liegen: Die Befragung zum Mikrozensus 2026 ist gestartet. Worum geht es dabei? Fragen und Antworten.

Von Nina Magoley

Wie sieht die aktuelle wirtschaftliche und soziale Lage der Familien und der Bevölkerung in Deutschland aus? Wie verändern sich der Arbeitsmarkt und die Wohnverhältnisse? Antworten auf diese Fragen liefert der Mikrozensus: Eine umfangreiche Datenbank, die schon seit 1957 jedes Jahr aufs Neue von den Bundesländern erhoben wird.

Am 12. Januar startet die nächste Runde in NRW, die ersten Haushalte bekommen dann Post. Zwischen einigen Dutzend und über hundert Fragen zu unterschiedlichsten Lebensbereichen gilt es zu beantworten. Aus den Antworten entsteht ein Gesamtbild zur Lebenssituation der Menschen in Nordrhein-Westfalen.

Wie viele Haushalte werden in NRW befragt?

Laut IT.NRW bekommt etwa ein Prozent der Haushalte in NRW - das sind rund 80.000 - die Fragebögen zugestellt. Sie wurden nach einem Zufallsverfahren ausgewählt. Die Befragung findet nicht flächendeckend statt, sondern nur in rund 14.000 sogenannten "Auswahlbezirken": Das sind Ortsteile, die ebenfalls nach einem mathematischen Zufallsverfahren ausgewählt wurden. Pro Auswahlbezirk werden im Durchschnitt neun Haushalte befragt.

Sogenannte "Begehende" waren zuvor durch diese Auswahlbezirke gelaufen, haben Namen auf den Klingelschildern und Briefkästen notiert und sie an IT.NRW übermittelt. Aus dieser Namenssammlung wiederum wurden dann die Teilnehmer ausgelost.

Mikrozensus 2026 startet

WDR Studios NRW 12.01.2026 00:39 Min. Verfügbar bis 09.01.2028 WDR Online

Wann kommen die Fragebögen an?

Die Befragung startet am 12. Januar und zieht sich bis Dezember. Die Verschickung erfolgt schrittweise. Auf der Homepage von IT.NRW kann man seinen Wohnort in ein Suchfeld eingeben und erfahren, wann dort die Befragung stattfindet:

Um welche Informationen geht es?

Der Mikrozensus soll ein Abbild geben über Einkommen und Lebensbedingungen der Menschen. Die Ergebnisse kann man schließlich in der Landesdatenbank kostenlos abrufen. Dort findet man dann Zahlen zu vielen verschiedenen Aspekten: Alter, Einkommen, Arbeitsverhältnisse, Schulabschlüsse.

Aber auch spezifischere Angaben: Wie hoch ist der Anteil an Frauen unter Berufstätigen, was verdienen Frauen im Vergleich zu Männern? Aus welchen Gründen arbeiten Menschen in Teilzeit? Wie hoch ist der Ausländeranteil und welche Sprachen werden in diesen Haushalten überwiegend gesprochen? Wo leben die meisten Menschen mit Abitur und wo die meisten Kinder?

Gefragt wird auch nach Kinderbetreuung, Gesundheitszustand, Renteneinkommen und Gründen für Langzeitarbeitslosigkeit. Ebenso nach Wohnverhältnissen und Internetzugang.

Wofür werden diese Daten genutzt?

Die Ergebnisse aus dem Mikrozensus sollen vor allem der Politik dazu dienen, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen vorbereiten zu können - zum Beispiel bei der Bekämpfung von Armut und Wohnungsnot. Anhand dieser Zahlen sollen Politiker besser über die Höhe von Eltern-, Wohn- oder Kindergeld entscheiden können. Auch für Maßnahmen in der Arbeitsmarkt- und Bildungspolitik sollen die Zahlen Grundlagen liefern.

Unsere Quellen:

  • Statistisches Bundesamt (Destatis)
  • Landesamt für Statistik (IT.NRW)

Sendung: WDR.de, "Mikrozensus 2026 startet", 12.01.2026, 06:00 Uhr

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