Strand voller Badegäste am Silbersee in Haltern am See

Landesumweltamt zur Badestellen Wasserqualität überwiegend "ausgezeichnet"

Stand:

Die Zahl ausgezeichneter Badestellen ist 2025 im Vergleich zum Vorjahr leicht angestiegen. Das teilte das Landesumweltamt mit.

Die Badegewässer in Nordrhein-Westfalen haben eine "sehr gute Wasserqualität". Das teilte das Landesumweltamt (LANUK) am Dienstag mit. In Nordrhein-Westfalen gibt es demnach 86 ausgewiesene EU-Badegewässer mit 116 Badestellen. Dort wird während der Badesaison regelmäßig die Wasserqualität untersucht.

An 103 Badestellen in Nordrhein-Westfalen wurde die Wasserqualität im Jahr 2025 mit "ausgezeichnet" bewertet, hieß es weiter. Das ist ein leichter Anstieg zum Vorjahr, als 99 Badestellen diese Einstufung bekamen. Grundsätzlich, so das Landesumweltamt, setzten sich damit die guten Werte der Vorjahre fort.

Wasserqualität an fast allen Badeseen in NRW ausgezeichnet

WDR Studios NRW 05.05.2026 00:31 Min. Verfügbar bis 04.05.2028 WDR Online

Aber nicht alle Badegewässer bekamen im vergangenen Jahr diese Top-Bewertung. So gab es zweimal auch die Note "ausreichend", darunter am Horstmarer See in Lünen (siehe Karte).

Mindestens 16 Messwerte fließen ein

Das Landesumweltamt erinnert daran, dass weder Rhein noch Schifffahrtskanäle zu den Badegewässern gehören. Im vergangenen Jahr wurde das Baden im Rhein etwa in Köln und Düsseldorf verboten.

Die Qualität eines Badegewässers wird nach Angaben des Landesumweltamts in der Regel anhand von mindestens 16 Messwerten aus den zurückliegenden vier Jahren beurteilt. Die Gesundheitsämter nehmen während der Badesaison demnach zudem mindestens alle vier Wochen Wasserproben zur Analyse. Geprüft wird unter anderem das Auftreten von Darmbakterien.

In der Vergangenheit hatte es aber auch Kritik an den Einstufungen gegeben. Mikrobiologen bezeichneten die Bezeichnung "ausgezeichnete Wasserqualität" als irreführend. Krankheitserreger wie Viren oder Parasiten würden durch die Messungen nicht erfasst, so die Kritik. Außerdem sei es theoretisch möglich, das System "auszutricksen" – durch geschickte Timing- und Standortwahl bei der Probenentnahme.

Unsere Quellen:

  • Mitteilung des Landesumweltamts
  • Informationen auf der Internetseite des Landesumweltamts

Sendung: WDR Hörfunknachrichten, 05.05.2026, 13:00 Uhr

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