Olympia in Köln? | WDR aktuell

02:43 Min. Verfügbar bis 01.12.2027

Olympiabewerbung: NRW setzt jetzt auf Köln

Stand:

Die Olympiabewerbung des Landes wird deutlich geändert. Köln rückt dabei in den Mittelpunkt.

Die Einladung kam am Freitagmorgen und sie warf Fragen auf. Die Staatskanzlei lädt darin für Dienstag die geplanten Olympiastädte ein, "um gemeinsam über Neuerungen des Bewerbungskonzepts zu informieren." Auch der Landessportbund und Vertreter wie Vertreterinnen anderer Sportverbände sind eingeladen.

Nach WDR-Informationen aus dem Umfeld der Bewerbung werden diese "Neuerungen" gravierend sein. Bisher sah das Rhein-Ruhr-Konzept eine halbwegs gleichberechtigte Planung unter den Kommunen vor. 17 Städte sollten Teil der olympischen Spiele sein. Für Köln und Essen gab es Ideen, dort jeweils ein Olympisches Dorf und Olympiastadion zu errichten.

Köln mit ein bisschen Rhein-Ruhr

Jetzt aber scheint eine Stadt in den Mittelpunkt zu rücken. Demnach wird ausschließlich Köln die sogenannte "Leading City" der Olympiabewerbung, die den Namen "The Powerhouse of True Sports" trägt.

Das veränderte Konzept soll dabei in einer Leichtathletikhalle neben der Düsseldorfer Fußballarena vorgestellt werden. Bisher hatte die städtische Sportagentur D:Live die Verantwortung für die Bewerbung.

Der weitere Weg soll - so hört man aus dem Umfeld der Bewerbung - von einer Stelle in der Staatskanzlei von Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) organisiert werden. Auf Nachfrage wollte ein Sprecher die Pläne - mit Verweis auf die Vorstellung am Dienstag - nicht bestätigen.

Mitbewerber haben vorgelegt

Seit Abgabe der Bewerbung im Mai stockte die Kandidatur auf die Spiele von 2036 bis 2044. Während vonseiten der Landesregierung bisher nur Planungskosten von 50.000 Euro geflossen sind, haben die Mitbewerber bereits vorgelegt.

Favorit München hat bereits eine positive Abstimmung der Bürger und Bürgerinnen abgehalten. Berlin hat seinen Planungsetat deutlich erhöht, auch der von Hamburg soll im hohen einstelligen Millionenbereich liegen. Mit dem Fokus auf Köln bewerben sich somit die vier größten deutschen Städte mit eigenen Kampagnen.

Kölns Oberbürgermeister war Sportfunktionär

Mit Köln als Mittelpunkt der Bewerbung ist davon auszugehen, dass NRW seine Bemühungen noch einmal deutlich erhöhen wird. Der neue Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD) war bis Ende 2024 Vorstandsvorsitzender des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB).

Er hatte schon kurz nach seiner Wahl im September gesagt, er empfehle, "mit den Domspitzen anzutreten". Das Motiv sei weltweit bekannt und würde damit auch im Ausland sofort erkannt werden. Eine Befragung der Menschen in den betroffenen Städten ist für den 19. April 2026 geplant.

Die Entscheidung für eine Fokussierung auf Köln dürfte damit auch das Eingeständnis sein, dass die Bewerbung mit dem bisherigen Konzept nur geringe Erfolgsaussichten hatte.

Olympia in NRW: Alle Augen auf Köln

WDR Studios NRW 01.12.2025 01:17 Min. Verfügbar bis 01.12.2027 WDR Online

Sendung: WDR.de, Olympia in NRW: Alle Augen auf Köln, 1.12.2025, 6.00 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, WDR aktuell, 1.12.2025, 12:45 Uhr
Sendung: WDR Radio, Der Tag um 12, 1.12.2025, 12:00 Uhr
Sendung: WDR Radio, WDR 5 Westblick, 1.12.2025, 17:05 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit aus Köln, 1.12.2025, 19:30 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Ruhr, 1.12.2025, 19:30 Uhr

Unsere Quellen:

  • eigene Recherche
  • Einladung Staatskanzlei NRW

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