Warum sind die Talsperren im Siegerland so leer?

01:48 Min. Verfügbar bis 09.06.2028

Wasser knapp Warum sind die Talsperren im Siegerland so leer?

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Nach Angaben des Wasserverbands Siegen-Wittgenstein ist der Wasserstand in den Siegerländer Talsperren viel zu niedrig für diese Jahreszeit. Der Verband fordert die Verbraucher und Kommunen deshalb auf, freiwillig Wasser zu sparen.

Von Gerrit Saßmann

Dirk Müller ist der Geschäftsführer des Wasserverbands - und er macht sich Sorgen. Er ist dafür verantwortlich, dass die Menschen der Region immer frisches Trinkwasser zur Verfügung haben. In den letzten Tagen hat es zwar viel geregnet, doch laut Dirk Müller nicht genug.

Wenn es ein trockener Sommer wird, müssen wir vielleicht sogar Verordnungen zum Wasserverbrauch erlassen. Dirk Müller, Geschäftsführer Wasserverband

Doch so weit ist es noch nicht - eine Wassernot gibt es aktuell nicht. Trotzdem rufen Wasserverband, Kommunen und der Kreis-Siegen-Wittgenstein dazu auf, sorgsam mit Trinkwasser umzugehen.

Grund für die niedrigen Pegelstände sind vor allem zu wenig Regen und Schnee im Winter.

Siegerländer Talsperren kleiner als andere

Das macht sich jetzt deutlich bemerkbar. Vor allem, weil das Wassereinzugsgebiet der Siegerländer Talsperren im Unterschied zu anderen Talsperren in der Nähe, etwa der Listertalsperre, deutlich kleiner ist.

Entscheidend ist aber, dass Obernau- und Breitenbachtalsperre mit einem Fassungsvermögen von 23 Millionen Kubikmetern relativ klein sind. Und dass sie verhältnismäßig viel von dem, was sie speichern, an die Verbraucher abgeben. Das macht sie anfälliger für längere Trockenzeiten.

Warum sind die Talsperren im Siegerland so leer?

WDR 09.06.2026 00:39 Min. Verfügbar bis 08.06.2028

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Sommer werden in Zukunft trockener

Doch tendenziell werden die Sommer im Zuge des Klimawandels trockener, wie auch Experten der WDR-Wetterredaktion bestätigen. Für Dirk Müller spricht das eindeutig für den Bau einer dritten Talsperre im Kreis Siegen-Wittgenstein, der seit geraumer Zeit diskutiert wird.

Dirk Müller vom Wasserverband Siegen-Wittgenstein steht vor der Talsperre

Dirk Müller ist zunehmend in Sorge über den niedrigen Wasserstand der Talsperren

Nur so, oder durch den Anschluss an ein anderes Versorgungsgebiet, liesse sich in Zukunft sicherstellen, dass die Menschen hier mit frischem Trinkwasser beliefert werden können.

Unsere Quellen:

  • Geschäftsführer des Wasserverbands Siegen-Wittgenstein
  • WDR-Wetterredaktion

Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Südwestfalen, 09.06.2026, 18:09 Uhr

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