Regenmangel: Zu wenig Wasser in Siegen-Wittgensteiner Talsperren
01:43 Min.. Verfügbar bis 19.03.2028.
Es ist ein traumhafter Frühlingstag an der Obernautalsperre. Die Wasseroberfläche glänzt bei 16 Grad in der Sonne. Aber der Schein trügt: Denn die Talsperre ist nur zu zwei Drittel gefüllt. Aber: "Das ist keineswegs besorgniserregend", sagt Dirk Müller, Geschäftsführer des Wasserverbands Siegen-Wittgenstein.
2025 war ein sehr trockenes Jahr
Dirk Müller, Geschäftsführer des Wasserverbands Siegen-Wittgenstein
Schuld an der aktuellen Wassermisere ist das vergangene Jahr. 2025 hat es extrem wenig geregnet. 762 Millimeter Niederschlag waren es im vergangenen Jahr. Im Jahr 2023 hat es mit rund 1400 Millimetern fast doppelt so viel geregnet. "Das macht sich erst jetzt bemerkbar", so Dirk Müller.
Auch Breitenbachtalsperre mit Wassermangel
Die Obernautalsperre ist derzeit nur zu 67 Prozent gefüllt. Nur leicht voller ist die zweite große Talsperre im Siegerland. Die Breitanbachtalsperre bei Hilchenbach ist aktuell zu 74 Prozent ausgelastet. Sehr wenig, aber auf jeden Fall genug, um alle Menschen in der Region weiterhin mit Trinkwasser zu versorgen.
Zusätzliche Talsperre könnte helfen
Eine neue, dritte Talsperre wird derzeit diskutiert. Ein möglicher Standort ist das Truftetal bei Bad Berleburg. Aber auch andere, Standorte sind im Gespräch. Bis eine Talsperre genehmigt und gebaut wäre, vergehen mindestens 20 Jahre. Auch eine dauerhafte Wasserlieferung eines benachbarten Wasserverbands ist nicht ausgeschlossen.
Unsere Quellen:
- Wasserverband Siegen-Wittgenstein
- Beobachtungen und Gespräche des WDR-Reporters vor Ort
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Südwestfalen, 19.03.2026, 18:09 Uhr