Verdi weitet Streik in Bochum aus

WDR 01:06 Min. Verfügbar bis 05.06.2028

Edeka, Saturn und Ikea betroffen Verdi weitet Warnstreik in Bochum aus

Stand:

Trillerpfeife, Fahnen und Banner: Rund 300 Beschäftigte ziehen heute zu einer zentralen Kundgebung vor das Rathaus in Bochum.

Von Zoé von Langen

Seit Anfang der Woche streiken der Einzelhandel sowie der Groß- und Außenhandel in NRW. Davon sind unter anderem Edeka-Standorte in Oberhausen, Hamm und Meckenheim betroffen, deren Lager von Montag bis Mittwoch bestreikt wurden. Nun weitet die Gewerkschaft Verdi den Streik auf weitere Händler aus.

Es werde folglich an Standorten von Primark, Metro, H&M und Kaufland nicht mehr gearbeitet. Rund 300 Beschäftigte sind am Freitag zur zentralen Kundgebung am Bochumer Rathaus gekommen.

Streik könnte Verbraucher treffen

Verdi fordert für die Beschäftigten im Handel sieben Prozent mehr Geld, mindestens aber 225 Euro im Einzelhandel. Im Groß- und Außenhandel sind es 250 Euro. Vor den Verhandlungen in der kommenden Woche, wollen die Gewerkschaften mit dem Streik noch einmal Druck ausüben.

Menschen demonstrieren mit Bannern von Verdi

Rund 300 Beschäftigte demonstrieren vor Bochumer Rathaus

Warensortiment möglicherweise betroffen

Die Streikmaßnahmen könnten sich für Verbraucher in den Supermarktregalen bemerkbar machen. "Wir haben in dieser Woche drei Edeka-Lager in Oberhausen, Hamm und in Meckenheim im Warnstreik gehabt", berichtet Verdi-Verhandlungsführerin Henrike Eickholt. "Wir rechnen fest damit, dass diese Streikmaßnahmen sich eben auch auf die Belieferung in den EDEKA-Märkten bemerkbar machen." Auf WDR-Nachfrage konnten das Händler mit Edeka-Filialen in Bochum und Essen jedoch nicht bestätigen.

Unsere Quellen:

  • Pressemitteilung der Gewerkschaft Verdi
  • Beobachtung der WDR-Reporterin vor Ort

Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Ruhr, 05.06.2026, 19:30 Uhr

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