Michael Nagel und Florian Roters stehen auf einem Hubwagen und haben das riesige Hornissennest in der Hand
Das Nest hing in einem Baum auf dem Grundstück der Grundschule in Ennepetal-Voerde. Eine ganze Zeit lang war es überhaupt nicht zu sehen. Erst als die Bäume vor einigen Wochen ihre Blätter abgeworfen haben, ist auch das riesige Nest in der Baumkrone sichtbar geworden - es war so groß wie zwei Medizinbälle.
Die Feuerwehr kam aufgrund des schwierigen Geländes nicht an das Nest heran. Erst mit Hilfe eines speziellen Steigers von einem örtlichen Dachdecker konnten die Schädlingsbekämpfer es entfernen. Das riesige Nest der Asiatischen Hornisse hing in gut zehn Metern Höhe in einem Baum an der Grundschule.
Drei Stunden Einsatz
Mit einem speziellen Schutzanzug ausgerüstet und auf dem Steiger stehend, haben die Experten die Tiere zunächst mit einem Nervengift unschädlich gemacht und im Anschluss das Nest am Ast hängend abgesägt. Nach gut drei Stunden war der Einsatz beendet.
"Diese Hornissen-Art hat den Nachteil, dass sie sehr kälteunempfindlich ist und eine höhere Lebenserwartung hat." Michael Nagel, Schädlingsbekämpfer
Ein Einsatz, der auch für die beiden Schädlingsbekämpfer Michael Nagel und Florian Roters von der Firma Rentokil aus Dortmund eine große Herausforderung war. Denn während des Einsatzes waren noch ein- bis zweitausend Tiere in dem Nest. Die wurden durch das Gift aber unschädlich gemacht.
Durch ihre Widerstandsfähigkeit können besonders die Königinnen der Asiatischen Hornisse im Winter gut überleben und im nächsten Jahr dann neue Völker bilden. Das wollte man an der Grundschule in Ennepetal auf jeden Fall verhindern.
Unsere Quellen:
- Reporter vor Ort
- Experten der Firma Rentokil