Hornissenjäger im Einsatz

Lokalzeit aus Dortmund 14.08.2025 24:57 Min. Verfügbar bis 14.08.2027 WDR Von Olaf Tack

Asiatische Hornisse: Imker aus Hamm wehren sich

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Die Asiatische Hornisse ist in Hamm auf dem Vormarsch, wie an so vielen anderen Orten in NRW. Eine Bedrohung für Bienenvölker.

Bewaffnet mit einer Fliegenklatsche steht Johann Knobe in seinem Garten. Am Zaun oder neben der Hecke. Zwischendurch setzt er sich auf einen Gartenstuhl. Stundenlang geht das so. "Als Rentner habe ich Zeit, aufzupassen", sagt er. Sein Ziel: die Asiatische Hornisse.

Knobe ist Hobby-Imker. In der Nähe vermutet er ein Nest der invasiven Hornissen-Art. Die Insekten bedrohen seine Bienenvölker. "Sie ernähren sich zu 65 Prozent von unseren Honigbienen", erklärt Ulf Bergmann vom Kreis-Imkerverein Unna-Hamm. Einige hat Rentner Knobe in seinem Garten schon beseitigt.

Imker in Hamm wollen Asiatische Hornisse fangen

Doch es sind deutlich mehr unterwegs. Der Kreisimkerverein will deshalb die Nester der Hornissen ausfindig machen. Dafür setzen die Imker auf einen Trick. Im ersten Schritt locken sie die Hornissen mit einer süßen Flüssigkeit an. "Ein Drittel Himbeersirup, ein Drittel süßer Wein und ein Drittel dunkles Bier", sagt Imker Bergmann.

Johann Knobe, Hans-Joachim Olschewski und Ulf Bergmann sitzen in Knobes Garten und haben eine Falle für Hornissen im Blick

Im Garten von Hobby-Imker Knobe: Geduldiger Kampf gegen die Asiatische Hornisse

Wenn eine Hornisse in die Falle tappt, wollen die Imker sie mit Farbe markieren. Dann messen sie mit einer Stoppuhr, wie lange das Insekt unterwegs ist, bis es wieder zurückkommt. So können sie die mögliche Flugbahn der Hornisse zu ihrem Nest berechnen. Dafür braucht es viel Geduld. Doch die haben die Imker eigentlich nicht. Sie sagen, dass die Asiatische Hornisse viele Bienenvölker in der Umgebung bedroht.

Asiatische Hornisse breitet sich in NRW aus

Die Asiatische Hornisse hat sich in den letzten Jahren in NRW immer stärker ausgebreitet. Wegen des Klimawandels fühlen sich die tropischen Insekten mittlerweile auch in Mitteleuropa immer wohler.

So erwarten Experten zum Beispiel in und um Bonn in diesem Jahr schon rund 100 Nester. Das Problem: Wenn sie nicht gefunden und entfernt werden, schwärmen die Königinnen aus und können im nächsten Jahr 30 bis 50 weitere Nester bauen. Die Uni Bonn hat mittlerweile sogar ein eigenes Team zur Bekämpfung der Hornissen.

Asiatische Hornisse für Menschen nicht gefährlich

Wer ein Nest der Asiatischen Hornisse entdeckt, sollte sich beim Landesamt für Natur, Umwelt und Klima und der Unteren Naturschutzbehörde melden. Man sollte es auf keinen Fall selbst entfernen.

Für den Menschen ist die Asiatische Hornisse nicht gefährlich. Nur wer stark allergisch auf Hornissen-Gift reagiert, sollte einen Kontakt möglichst vermeiden.

Unsere Quellen:

  • Kreis-Imkerverein Unna-Hamm
  • Hobby-Imker Johann Knobe
  • Imker aus Bonn-Bad Godesberg
  • Naturschutzbund NABU

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