Schon lange kämpfen die Taxifahrer um mehr Fairness im Wettbewerb gegen freie Anbieter wie Uber und Co. In Duisburg werden die Tarife jetzt ab dem 1. September zu ihren Gunsten geändert. Neu: Jetzt dürfen die Fahrer der beigefarbenen Taxis den Kunden Festpreise anbieten und dazu auch noch Rabatt.
Eine Fahrt von Walsum zum Hauptbahnhof kostet circa 40 Euro, mit zehn Prozent Nachlass wären sogar 36 Euro möglich. Für den Vorstand der Duisburger Taxi-Zentrale, Fuat Cetin, ist die Änderung des städtischen Taxitarifes "ein großer Schritt".
Duisburger Taxi-Zentrale: "Wir wollen auf dem Markt überleben"
Ihre Mitbewerber wie Uber, Freenow und andere sind gar nicht an Preise gebunden und könnten sie oft unterbieten. Ohne Festpreise wäre es schwierig, den Stand zu halten. Taxifahrer wollen nicht reich werden, aber "wir wollen überleben", sagt Fuat Cetin. Privat und auf dem Markt.
Uber sieht Festpreis positiv
Auch Uber findet lobende Worte für die Stadt Duisburg: Der neue Festpreis-Tarif sei "ein Zeichen moderner Taxipolitik", heißt es in einer Mitteilung des Fahrdienstes. In Berlin habe man zum Beispiel sehr gute Erfahrungen gemacht. Durch die Preistransparenz gebe es mehr Fahrgäste. Uber sieht sich als Partner der Taxis, nicht als Gegner.
Auch die Stadt Essen prüft neue Regeln auf dem Taximarkt. Allerdings in Richtung Uber: Es soll Mindestpreise geben und möglicherweise eine strengere Überwachung. Denn die Fahrer kehren nicht immer zu ihren Plätzen zurück, sondern greifen unterwegs Fahrgäste ab, sagen die Taxi-Zentralen.
Unsere Quellen:
- Gespräch mit Fuat Cetin, Vorstand Taxizentrale Duisburg
- Gespräch mit Uber
- Stadt Duisburg
- Stadt Essen
Über dieses Thema berichten wir am 29. August 2025 auch in den Regionalnachrichten Rhein/Ruhr auf WDR 2.