"Heimspiel" im Ruhrgebiet : So bringt Henning Baum Kinder zum Lesen
Lesen gilt oft als schulische Pflichtübung, dabei entscheidet es mit darüber, wie Kinder die Welt verstehen. Beim Leseförderprojekt "Heimspiel“ reisen Kinder- und Jugendbuchautorinnen und -autoren des Literaturbüros Ruhr direkt in die Klassenzimmer.
Vom 16. bis 20. November 2026 besuchen sie Schulen in sechs Ruhrgebietsstädten, lesen aus ihren Büchern, sprechen mit den Klassen und binden die Kinder ein. Ziel ist, Schülerinnen und Schüler von Klasse 1 bis 13 für Geschichten zu gewinnen - auch diejenigen, die zu Hause kaum lesen.
Warum Lesen für Kinder laut Henning Baum lebenswichtig ist
Schirmherr ist der Schauspieler Henning Baum. Im Kulturmagazin "Westart" spricht der gebürtige Essener darüber, warum Bücher für die Entwicklung junger Menschen so wichtig sind und was Eltern und Schulen konkret tun können. Für Baum ist Lesen mehr als Schulstoff. Es eröffne "innere Räume", stärke Fantasie und Einfühlungsvermögen. Wer kaum lese, verpasse wichtige Impulse für seine seelische Entwicklung. Sorge bereiten ihm sinkende Leseleistungen und die ständige Smartphone-Nutzung. Das Handy sei "der größte Leseverhinderer", Eltern sollten Nutzungszeiten begrenzen und Alternativen bieten.
Schulen können sich für "Heimspiel" Leseförderung anmelden
Auch Schulen sieht Baum in der Pflicht: Lehrkräfte sollten eigene Leseerfahrungen einbringen, statt nur einen Pflichtkanon abzuarbeiten. Projekte wie "Heimspiel" können den Funken zünden, weil Autorinnen und Autoren direkt von ihrer kreativen Arbeit erzählen. Schulen im Ruhrgebiet können sich noch bis Ende des Sommers beim Literaturbüro Ruhr anmelden.
Unsere Quellen:
- Henning Baum
- Literaturbüro Ruhr
Sendung: WDR 3, Westart, 22.06.2026, 12:10 Uhr