Der Mann war auf dem bei Touristen beliebten Drachenfels mit seiner markanten Lage hoch über dem Rhein vom Weg abgekommen. Von einer Böschung aus drohte er abzustürzen. Die Sondereinheit Absturzsicherung der Feuerwehren Altstadt, Uthweiler und Ittenbach seilte sich am Donnerstag von einem Plateau aus etwa 30 Meter über dem Mann ab und befreiten ihn aus seiner gefährlichen Lage.
Wegen starker Windböen und der eintretenden Dunkelheit war die Rettung laut Feuerwehr zusätzlich gefährlich. Zuerst konnte die Feuerwehr nur telefonsich Kontakt mit dem Mann aufnehmen. Warum der Wanderer den offiziellen Weg verlassen hatte, ist noch unklar. In Sicherheit zurück untersuchten Sanitäter den Wanderer und versorgten mehrere kleine Schnittverletzungen.
Präventiv angebrachter Haken erleichtert Rettung
Es ist nicht das erste Mal, dass auf dem Drachenfels eine solche Rettungsaktion durchgeführt werden muss. Ein präventiv für genau diesen Zweck angebrachter Haken in der Steinwand unter dem Plateau erleichterte dieses Mal die Rettung des Wanderers.
Immer wieder verlassen Wanderer die offiziellen Wege und bringen sich damit in Gefahr, kritisiert der ehemalige Forstamtsleiter und Vorsitzende des Verschönerungsvereins Stephan Schütte.
Einsatzkräfte bei der Rettung eines Wanderers am Drachenfels
Steiler Drachenfels beliebt als Ausflugsziel
Der 321 Meter hohe Drachenfels liegt im Siebengebirge rund 270 Meter oberhalb des Rheins. Aufgrund seiner markanten Lage über dem Rheintal zwischen Bad Honnef und Königswinter und der Ruine der Burg Drachenfels auf seiner Spitze ist er seit dem 19. Jahrhundert ein beliebtes Ausflugsziel.
Der Drachenfels entstand durch aufsteigendes Magma, das nicht zur Erdoberfläche durchbrechen konnte, sondern darunter domartig erstarrte.
Unsere Quellen:
- Feuerwehr Königswinter
- Nachrichtenagentur dpa