Die Staatsanwaltschaft Köln hat die Ermittlungen zur Todesursache des verstorbenen Hip Hop-Stars Xatar eingestellt. Das bestätigte ein Sprecher auf WDR-Anfrage. Die Nachrichtenagentur dpa hatte zuerst darüber berichtet. Es gebe keine Hinweise auf Fremdverschulden, heißt es bei den Ermittlungsbehörden. Übersetzt heißt das: Es gibt keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass Xatar umgebracht wurde.
Xatar hatte vor Jahren Schlaganfall
Der in der deutschen Hip Hop-Szene bekannte Xatar war Anfang Mai in einer Kölner Wohnung tot aufgefunden worden. Das Nachrichtenportal t-online berichtete damals, der Tod sei laut Personen aus dem Umfeld des Rappers überraschend gewesen. Giwar Hajabi, wie Xatar mit bürgerlichem Namen hieß, habe zwar im Jahr 2021 einen Schlaganfall gehabt, sei aber davon genesen, berichteten Vertraute dem WDR.
Tribut-Konzert
Mehrere Menschen aus der Rap-Szene verabschiedeten sich online von Xatar. Darunter Rapper-Kollege Farid Bang: "Möge deine Seele in Frieden ruhen", schrieb der auf Instagram. Anfang Mai kommenden Jahres, kurz bevor sich sein Tod zum ersten Mal jährt, planen befreundete Rapper ein Xatar-Tribut-Konzert in der Lanxess-Arena, darunter auch der Bonner Rapper SSIO.
Szenegröße des deutschen Rap
Xatar wurde im Iran geboren, als Kind eines Komponisten und einer Musikerin. Nach der Flucht wuchs er in Bonn auf und wurde später zu einer festen Größe in der deutschen Rap-Szene. Neben seiner eigenen Musik brachte er auf einem eigenen Label auch die Musik von Rap-Stars wie SSIO oder Schwesta Ewa raus.
Berühmt durch Goldraub
Bekanntheit über die Rapszene hinaus erlangte er durch einen spektakulären Überfall auf einen Goldtransporter im Jahr 2009. Dabei klaute er mit drei Komplizen Gold im Wert von 1,7 Millionen Euro. Er war zunächst auf der Flucht, wurde aber dann gefasst und zu drei Jahren Gefängnis verurteilt.
Seine Geschichte verarbeitete er in einem Buch, das von Regisseur Fatih Akin 2022 als "Rheingold" verfilmt wurde. Er lebte in Köln und hatte seit einiger Zeit nur wenige öffentliche Auftritte. Auch auf seinem Instagram-Kanal gab es seit Sommer 2024 keine neuen Posts mehr.
Unsere Quellen:
- Nachrichtenagentur dpa
- Instagram/Goldmann
- Instagram/Farid Bang
- t-online
- Staatsanwaltschaft Köln