Rapper Xater auf der Filmpremiere von seinem Film Rheingold 2022 in Köln.

Ermittlungen zum Tod von Bonner Rapper Xatar eingestellt

Stand:

Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen zum Tod des Bonner Rappers Xatar eingestellt. Im Mai war er überraschend gestorben.

Die Staatsanwaltschaft Köln hat die Ermittlungen zur Todesursache des verstorbenen Hip Hop-Stars Xatar eingestellt. Das bestätigte ein Sprecher auf WDR-Anfrage. Die Nachrichtenagentur dpa hatte zuerst darüber berichtet. Es gebe keine Hinweise auf Fremdverschulden, heißt es bei den Ermittlungsbehörden. Übersetzt heißt das: Es gibt keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass Xatar umgebracht wurde.

Xatar hatte vor Jahren Schlaganfall

Der in der deutschen Hip Hop-Szene bekannte Xatar war Anfang Mai in einer Kölner Wohnung tot aufgefunden worden. Das Nachrichtenportal t-online berichtete damals, der Tod sei laut Personen aus dem Umfeld des Rappers überraschend gewesen. Giwar Hajabi, wie Xatar mit bürgerlichem Namen hieß, habe zwar im Jahr 2021 einen Schlaganfall gehabt, sei aber davon genesen, berichteten Vertraute dem WDR.

Tribut-Konzert

Mehrere Menschen aus der Rap-Szene verabschiedeten sich online von Xatar. Darunter Rapper-Kollege Farid Bang: "Möge deine Seele in Frieden ruhen", schrieb der auf Instagram. Anfang Mai kommenden Jahres, kurz bevor sich sein Tod zum ersten Mal jährt, planen befreundete Rapper ein Xatar-Tribut-Konzert in der Lanxess-Arena, darunter auch der Bonner Rapper SSIO. 

Szenegröße des deutschen Rap

Xatar wurde im Iran geboren, als Kind eines Komponisten und einer Musikerin. Nach der Flucht wuchs er in Bonn auf und wurde später zu einer festen Größe in der deutschen Rap-Szene. Neben seiner eigenen Musik brachte er auf einem eigenen Label auch die Musik von Rap-Stars wie SSIO oder Schwesta Ewa raus.

Berühmt durch Goldraub

Bekanntheit über die Rapszene hinaus erlangte er durch einen spektakulären Überfall auf einen Goldtransporter im Jahr 2009. Dabei klaute er mit drei Komplizen Gold im Wert von 1,7 Millionen Euro. Er war zunächst auf der Flucht, wurde aber dann gefasst und zu drei Jahren Gefängnis verurteilt.

Seine Geschichte verarbeitete er in einem Buch, das von Regisseur Fatih Akin 2022 als "Rheingold" verfilmt wurde. Er lebte in Köln und hatte seit einiger Zeit nur wenige öffentliche Auftritte. Auch auf seinem Instagram-Kanal gab es seit Sommer 2024 keine neuen Posts mehr.

Ermittlungen zum Tod von Bonner Rapper Xatar eingestellt

WDR Studios NRW 18.09.2025 00:45 Min. Verfügbar bis 18.09.2027 WDR Online

Unsere Quellen:

  • Nachrichtenagentur dpa
  • Instagram/Goldmann
  • Instagram/Farid Bang
  • t-online
  • Staatsanwaltschaft Köln

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