Der Wolf, der die Schafe in den Lennestädter Stadtteilen Saalhausen und Bonzelerhammer gerissen hat, ist bekannt in der Datenbank des Wolfsmonitorings des Landes NRW und konnte deshalb eindeutig identifiziert werden. Der Wolfsrüde hat eine eindeutige Kennung und seine DNA wurde zuletzt am 4. Oktober 2025 nachgewiesen. Damals bei Hennef (Sieg).
Ob der Wolf ein sogenannter "Problemwolf" ist, entscheidet das Land NRW. Dieser Wolf war aber noch nie aggressiv gegenüber Menschen. Trotzdem will der Kreis Olpe eine Einschätzung vom nordrhein-westfälischen Umweltministerium.
Wo ist der Wolf jetzt?
Im Moment ist unklar, ob sich der Wolf noch im Kreis Olpe aufhält. Ob er auch die Nutztiere in Bilstein gerissen hat, ist nicht bestätigt.
Der Kreis sei "zwingend angewiesen" auf die Beurteilung des Ministeriums, weil erst dann das weitere Vorgehen bestimmen könne, heißt es in einer Presseerklärung.
Kreis stellt Arbeitsgruppe auf
Über das weitere Vorgehen soll jetzt eine Arbeitsgruppe beraten.
Darin tauschen sich Vertreterinnen und Vertreter der zuständigen Kreis- und Kommunalbehörden, der Landwirtschaftskammer sowie der Interessenverbände - insbesondere der Landwirtschaft, der Jagd und des Naturschutzes - aus. Außerdem kommen die im Kreisgebiet und angrenzenden Regionen tätigen Luchs- und Wolfsberater hinzu.
Wolf darf abgeschossen werden
Der Deutsche Bundestag hat zwar am 5. März 2026 beschlossen, den Wolf ins Jagdgesetz aufzunehmen. Zunächst muss dem noch der Bundesrat zustimmen. Dann müssen in NRW die zuständigen Landesministerien den weiteren Umgang mit Wölfen regeln.
Unsere Quellen:
Sendung: wdr.de, Erste Wolfsrisse im Kreis Olpe bestätigt, 06.03.2026, 20.05 Uhr