Trinken statt Schwitzen - kostenloses Wasser mitten in der Stadt

Lokalzeit OWL 11.08.2025 02:23 Min. Verfügbar bis 11.08.2027 WDR Von Christian Michel

Trinken statt Schwitzen - kostenloses Wasser mitten in der Stadt

Stand:

Immer mehr Städte und Gemeinden setzen auf öffentliche Trinkwasserspender. Sie sorgen für Erfrischung und vermeiden Plastikmüll.

Von Christian Michel

Es ist später Nachmittag auf dem Kesselbrink in Bielefeld. Die Sonne brennt, das Thermometer zeigt fast 30 Grad. Wer hier unterwegs ist, freut sich über eine einfache, aber effektive Abkühlung: einen Trinkwasserspender mitten auf dem Platz. Kostenlos, jederzeit verfügbar - und an solchen Tagen fast so begehrt wie der letzte Platz im Schatten.

Wasser wird regelmäßig im Labor untersucht

Aktuell gibt es in Bielefeld fünf öffentliche Trinkwasserspender, weitere sind in Planung. Die Stadt prüft derzeit, wo neue Standorte sinnvoll wären - zum Beispiel an stark frequentierten Orten oder in sogenannten Hitze-Hotspots.

"Ich bin viel mit dem Fahrrad unterwegs und mache oft Sport - da ist es superpraktisch, wenn man einfach unterwegs kostenlos Wasser nachfüllen kann. Zwei Euro für eine Plastikflasche am Kiosk spare ich mir so auch." Jasmin aus Bielefeld

Damit das Wasser auch wirklich sauber und sicher ist, nehmen die Stadtwerke regelmäßig Proben und stehen im engen Austausch mit dem Gesundheitsamt. "Alle Spender werden durch ein externes Labor geprüft", erklärt Maximilian Kotthaus von den Stadtwerken. "Wenn etwas auffällig ist, könnten wir Spender auch vorübergehend abschalten."

Auch kleinere Städte ziehen nach

Bürgermeister der Stadt Werther erläutert Pläne für ersten Spender

Werthers Bürgermeister (rechts) plant aktuell den ersten Trinkwasserspender.

Nicht nur Großstädte setzen auf das kühle Nass: In Werther im Kreis Gütersloh soll bald der erste Trinkwasserspender in Betrieb gehen. Bürgermeister Veith Lemmen betont, wie wichtig die Anpassung an die steigenden Temperaturen ist: "Man muss sich Gedanken machen – wie man in der Stadt Schatten spenden kann, um das Stadtklima zu verbessern und eben auch Trinkwasser bereitstellen."

Mehr als Erfrischung - ein Beitrag zum Klimaschutz

Trinkwasser statt Plastikflasche - ein kleiner Schritt mit großer Wirkung. Und das Ziel ist klar: Eine flächendeckende Versorgung, bei der niemand mehr lange nach einem Schluck Wasser suchen muss.

Unsere Quellen:

  • WDR-Reporter vor Ort
  • Stadt Bielefeld
  • Stadtwerke Bielefeld
  • Stadt Werther

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