Tödliche Messerattacke in Lemgoer Supermarkt: Prozess startet
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Mitten in einem Supermarkt in Lemgo soll ein 33-jähriger Mann einen 16-Jährigen niedergestochen haben. Das Opfer stirbt. Passiert ist das im vergangenen Oktober. Jetzt steht der Prozess-Start fest: Ab dem 19. März muss sich der Angeklagte vor dem Landgericht Detmold verantworten.
Der Angriff lässt sich bis auf einen Parkplatz zurückverfolgen: Dort soll der 33-Jährige auf eine Gruppe Jugendlicher zugegangen sein, darunter das 16-jährige spätere Opfer. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der mutmaßliche Täter ein Messer bei sich trug.
Die Jugendlichen flüchteten. Der 16-Jährige soll den Mann noch zu Boden geschubst haben und anschließend in den Supermarkt gerannt sein.
Zahlreiche Augenzeugen mussten Tat mit ansehen
Kameras im Markt zeichneten die Bluttat auf. Laut Anklage verfolgte der Angreifer den Jugendlichen. Als der 16-Jährige im Bereich der Kassen ausrutschte, soll der mutmaßliche Täter mit voller Kraft das Messer in dessen Brust gestochen haben. Ein zweiter Stich traf den Jugendlichen in den Kopf. Laut Obduktion war das Opfer sofort tot.
Der 33-Jährige flüchtete, wurde aber kurze Zeit später auf dem Parkplatz vor dem Supermarkt festgenommen. Zahlreiche Kunden im Supermarkt wurden Augenzeugen der Tat, viele von ihnen mussten später psychologische Hilfe in Anspruch nehmen.
Mutmaßlicher Täter unter Drogeneinfluss
Völlig unklar ist bislang das Motiv. Die Staatsanwaltschaft Detmold vermutet, dass es sich bei dem 16-Jährigen um ein Zufallsopfer handelte. Eine Blutprobe ergab, dass der mutmaßliche Täter massiv unter Drogeneinfluss stand. Unter anderem habe er eine Dosis Amphetamine im Blut gehabt, die für normale Erwachsene tödlich sein kann.
Für den Prozess sind zunächst drei Verhandlungstage bis zum 14. April geplant.
Unsere Quellen:
- Staatsanwaltschaft Detmold
- Nachrichtenagentur dpa
Sendung: WDR 2 Ostwestfalen-Lippe, Lokalzeit, 27.02.2026, 15.31 Uhr