Spendenaktion für Opfer des Messerangriffs in Lemgo
Lokalzeit OWL. 22.10.2025. 02:21 Min.. Verfügbar bis 22.10.2027. WDR. Von Peter Cohrs.
Bunte Blumensträuße in schwarzen Wasserkübeln, weiße und rote Grablichter, laminierte Fotos des Getöteten. Vor dem Supermarkt in Lemgo, wo am Montag ein 16 Jahre alter Junge von einem mutmaßlich Fremden erstochen wurde, ist auch am Mittwoch von Normalität keine Spur. Nachbarn, Verwandte, aber auch Menschen, die den Verstorbenen gar nicht kannten kommen hier her. Die Anteilnahme ist groß.
Spendenaktion des Großcousins im Internet sehr erfolgreich
Auch im Internet. Dort haben bis Mittwochnachmittag über 3.500 Menschen an einer Online-Spendenaktion beteiligt, die ein Großcousin des 16-Jährigen gestartet hat. Nach nur einem Tag sind über 112.000 Euro zusammengekommen. Sie sollen den Eltern übergeben werden. Er sei tief berührt von der großen Anteilnahme, schreibt der Initiator der Petition in einem Post. "Danke an jeden Einzelnen. Eure Unterstützung gibt Kraft und Trost ist dieser unfassbar schweren Zeit."
Spielten Drogen eine Rolle bei der Tat?
Der Tatort in Lemgo am Montagabend
Warum es zu dem offenbar grundlosen Angriff im Supermarkt gekommen ist, ist den Ermittlern noch völlig unklar. Der tatverdächtige 33-Jährige schweigt. Die Polizei bestätigt, dass er früher schon aufgefallen ist: Durch Drogendelikte. Ob Drogenkonsum auch bei der Tat eine Rolle spielte, wird noch ermittelt.
Am Montagabend soll der der 33-jährige mutmaßliche Täter auf dem Supermarktparkplatz in Lemgo aus dem Nichts mit einem Messer auf das Opfer und seine zwei Begleiter zugelaufen sein. Als der 16-Jährige dann geflüchtet sei, soll der Tatverdächtige ihm in den Supermarkt gefolgt sein und ihn im Kassenbereich angegriffen und tödlich verletzt haben.
Lemgos Bürgermeister erschüttert
Auch die Stadtpolitik lässt diese Tat nicht kalt. Lemgos Bürgermeister Markus Baier zeigte sich sichtlich erschüttert. "Solch eine Gewalt hat in unserer Stadtgemeinschaft keinen Platz. Mein tiefes Mitgefühl gilt der Familie und dem Freundeskreis des Opfers", sagte er. "Allen Zeugen und Helfern, die diese furchtbare Situation miterleben mussten, wünsche ich viel Kraft. Ich hoffe, dass die Arbeit von Polizei und Staatsanwaltschaft dazu führt, dass der Täter schnellstmöglich eine gerechte Strafe erhält."
Die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft dauern an. Hier halten wir euch auf dem Laufenden:
Unsere Quellen:
- Petition auf gofundme
- Reporter vor Ort
- Staatsanwaltschaft Detmold
- Polizei Bielefeld