Grablichter und Blumen stehen auf dem Parkplatz eines Supermarkts in Lemgo

Tödlicher Messerangriff in Lemgo: Tatverdächtiger stand unter Drogen

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Etwa einen Monat nach dem tödlichen Messerangriff in einem Lemgoer Supermarkt ist klar: Der Tatverdächtige stand zum Tatzeitpunkt massiv unter dem Einfluss von Amphetaminen.

Der gewaltsame Tod eines 16-Jährigen hatte einen Schock in Lemgo ausgelöst. Nachdem die Ermittler zunächst von einem Streit ausgegangen waren, hatte sich schnell angedeutet, dass der mutmaßliche Täter wohl völlig unvermittelt auf sein Opfer und dessen Begleiter losgegangen war.

Drogencocktail im Blut

Nun hat eine Blutprobe ergeben, dass der 33-jährige Tatverdächtige zum Zeitpunkt der Tat stark unter Drogeneinfluss stand. Laut der Staatsanwaltschaft Detmold habe er eine Dosis Amphetamine im Blut gehabt, die für normale Erwachsene tödlich sein kann.

Außerdem wurden Spuren von Cannabis festgestellt, sowie geringe Mengen von Alkohol. Der 33-jährige Tatverdächtige war laut WDR-Informationen aufgrund von Drogendelikten bereits polizeibekannt.

Kein erkennbares Tatmotiv

Die Ergebnisse der Blutprobe könnten Auswirkungen auf die Schuldunfähigkeit des mutmaßlichen Täters haben. Der starke Drogeneinfluss allein reicht hierfür jedoch nicht. In den nächsten Wochen wird hierfür ein psychologisches Gutachten des Tatverdächtigen erstellt.

Ohne erkennbaren Anlass war der Mann Ende Oktober wohl mit gezücktem Messer auf das Opfer und seine beiden Begleiter zugelaufen. Diese sind in verschiedene Richtungen geflüchtet. Im Kassenbereich des Supermarkts habe der Tatverdächtige den 16-Jährigen dann angegriffen und tödlich verletzt.

Nachwirkungen in der Stadt

Der Fall hat große Anteilnahme in der Stadt ausgelöst. Am Tatort wurden Blumen und Kerzen niedergelegt. Eine Spendenaktion der Angehörigen erreichte innerhalb weniger Tage eine Spendensumme von mehr als 100.000 Euro.

Tödlicher Messerangriff in Lemgo

WDR Studios NRW 25.11.2025 00:23 Min. Verfügbar bis 25.11.2027 WDR Online

Sendung: WDR 2, Lokalzeit OWL, 25.11.2025, 11:31 Uhr.

Unsere Quellen:

  • Staatsanwaltschaft Detmold
  • Polizei Bielefeld
  • Reporter vor Ort

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