Schlimmer hätte die Freibadsaison in Gütersloh kaum starten können: Das Wetter super, Temperaturen hoch, Abkühlung dringend gesucht. Auch das Nordbad in Gütersloh war gerade erst mit Schwung in die neue Saison gestartet – und musste direkt wieder schließen.
Eine routinemäßige Überprüfung hatte Schäden im Bereich des Sprungturms gezeigt. Weil das Fundament erhebliche Schäden aufwies, könne nicht ausgeschlossen werden, dass eine Einsturzgefahr drohe, so die Experten, die den Turm untersucht haben.
"Die Standfestigkeit ist nicht mehr gegeben, weshalb wir alle notwendigen Vorsichtsmaßnahmen ergreifen." Stadtwerke Gütersloh
Sprungturm im Nordbad Gütersloh
Stadtwerke: Keine akute Einsturzgefahr
Seit Dienstag, 02. Juni, kann das Nordbad zumindest teilweise wieder öffnen. Im großen Becken darf wieder geschwommen werden. Der Sprungturm und das Sprungbecken bleiben jedoch gesperrt. Statiker hatten das Fundament des Sprungturms am Montag mit Bohrungen untersucht und gehen nicht mehr von einer akuten Einsturzgefahr aus.
"Die Standfestigkeit des Turms ist nach Einschätzung des Experten zwar gegeben, eine Verkehrslast darf aber nicht auf den Turm gebracht werden." Stadtwerke Gütersloh
Wie geht es weiter mit dem Sprungturm?
In den kommenden Wochen wollen die Stadtwerke verschiedene Szenarien prüfen, wie es mit dem Sprungturm im Nordbad-Freibad weitergehen könnte. Durch die Öffnung für den regulären Badebetrieb können die Gäste jetzt zu den gewohnten Öffnungszeiten zumindest wieder ihre Bahnen ziehen. Unpassend nur, dass das Wetter in absehbarerer Zeit erstmal nicht nach Abkühlung im Freibad schreit.
Unsere Quellen:
- Stadt Gütersloh
- Stadtwerke Gütersloh
Sendung: WDR 2 Ostwestfalen-Lippe, Lokalzeit, 02.06.2026, 06:31 Uhr
