"Wir tun alles dafür, einen ASP-Ausbruch im Kreis Soest zu verhindern", erklärte die Soester Kreisveterinärdirektorin Martina Poppe am Montag. "Falls es doch dazu kommt, ist es wichtig, einen Ausbruch möglichst schnell eingrenzen zu können." Vor zwei Wochen war die Tierseuche bei Wildschweinen im Kreis Olpe nachgewiesen worden.
Land übernimmt Kosten für Bluttests
Poppe spricht von einer Vorsorgemaßnahme und hat eine entsprechende Allgemeinverfügung erlassen. Danach sind Jäger verpflichtet, von jedem erlegten Wildschwein eine Blutprobe zu nehmen.
Die nötigen Proberöhrchen inklusive Begleitdokument gibt es vor Ort in den kommunalen Ordnungsämtern und im Foyer des Kreishauses. Die Kosten für die Testungen übernimmt das Land Nordrhein-Westfalen.
In drei Kreisen gibt es die Anweisung schon
Warnschild in Oberhundem im Kreis Olpe
Solche Allgemeinverfügungen gibt es bereits in den Landkreisen Hochsauerland, Paderborn und Siegen-Wittgenstein. Im Märkischen Kreis gibt es eine entsprechende Empfehlung an die Jägerschaft, sich am Monitoring zu beteiligen.
Online-Melder für Wildschwein-Kadaver
Darüber hinaus soll jeder, der im Wald unterwegs ist und auf ein totes Wildschwein trifft, den Kadaver melden. Der Kreis Soest hat dafür eigens einen Online-Melder eingerichtet.
"Ganz wichtig", sagt Kreisveterinärdirektorin Poppe, "beim Auffinden eines toten Wildschweins bitte das Tier nicht berühren und unbedingt auch keine Hunde mit dem toten Wildschwein in Kontakt kommen lassen."
Die Afrikanische Schweinepest ist für Menschen ungefährlich, für Haus- und Wildschweine ist die Seuche dagegen tödlich. Sie kann über kontaminierte Kleidung leicht über weite Strecken verschleppt werden.
Daher sei es wichtig, dass Kadaver schnell und fachgerecht aus den Wäldern transportiert werden, so Poppe auch zur Bedeutung des Online-Melders.
Unsere Quellen:
- Pressemitteilung des Kreises Soest