Streit um das Sorgerecht für die gemeinsamen Kinder und Unterhaltszahlungen sollen wohl den Hass des Ehemannes auf seine Frau geschürt haben, schreibt die Polizei Bielefeld. Der 41-jährige Paderborner soll am Dienstagvormittag im Paderborner Stadtteil Elsen versucht haben, seine getrennt lebende Frau umzubringen.
Passantin rettet die Frau
Er stach der 36-Jährigen wohl eine Giftspritze in den Oberschenkel, erzählte die Frau später der Polizei. Die schreibt von einem "lebensbedrohlichen Atemstillstand", der dadurch entstanden sei.
Die Frau hat ihr Leben wohl einer Passantin zu verdanken. Der Ehemann soll versucht haben, die regungslose Frau auf den Beifahrersitz seines Autos zu setzen. Die Passantin eilte herbei, wählte den Notruf und leistete Erste Hilfe. Sie beatmete die regungslose Frau auch.
Mordkommission ermittelt
Die mutmaßlich Vergiftete kam ins Krankenhaus, wurde dort behandelt. Schon am Nachmittag war sie wieder in der Lage, vernommen zu werden. Ein toxikologisches Gutachten soll jetzt klären, ob die Frau wirklich vergiftet worden ist.
Die Polizei hat eine Mordkommission eingesetzt, die ermitteln soll, ob der 41-Jährige versucht hat, seine Frau umzubringen. Womogliche Gründe für die mutmaßliche Tat: Heimtücke und Habgier. Der mutmaßliche Täter wurde festgenommen und soll am Mittwoch einem Haftrichter vorgeführt werden.
Unsere Quelle:
- Pressemitteilung der Polizei Bielefeld
Über dieses Thema berichten wir am 12. November 2025 auch im WDR-Radio: WDR 2 Ostwestfalen-Lippe, 17.31 Uhr.
Hinweis der Redaktion, 21.04.2026, 13 Uhr: In einer vorherigen Version haben wir geschrieben, dass die Spritze in den Hals angesetzt war. Dies ist falsch, sie wurde an den Oberschenkel des Opfers angesetzt. Wir haben dies korrigiert.