Der Flughafen Paderborn/Lippstadt darf staatliche Hilfe bekommen: Man billige Beihilfen in Höhe von 4,5 Millionen Euro, teilte die EU-Kommission mit. Das werde dem Flughafen Investitionen ermöglichen, den kommerziellen Betrieb fortzuführen und zugleich die Qualität der Infrastruktur und Dienstleistungen zu verbessern. Vom Flughafen hieß es, man brauche Zeit für eine Reaktion auf die Nachricht.
Regionalflughäfen stehen seit Jahren unter Druck, vor allem im Wettbewerb mit größeren Standorten wie Düsseldorf. Der Flughafen Paderborn/Lippstadt wird überwiegend von kommunalen Gesellschaftern getragen, allen voran dem Kreis Paderborn. Aus deren Sicht ist der Airport ein wichtiger Standortfaktor für Wirtschaft und Bevölkerung, um ohne weite Anfahrt fliegen zu können.
Insolvenzverfahren wegen Corona-Krise
In der Corona-Pandemie geriet der Flughafen wirtschaftlich stark unter Druck. 2020 musste ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eingeleitet werden. Nach sieben Monaten und einem deutlichen Personalabbau ging es im Mai 2021 mit dem Regelbetrieb weiter. Der Airport sei entschuldet und wirtschaftlich stabil aufgestellt, hieß es damals.
Im Vergleich zu anderen Flughäfen in Nordrhein-Westfalen bleibt Paderborn/Lippstadt der kleinste Standort unter den sechs Hauptverkehrsflughäfen. Laut Statistischem Landesamt NRW sind vergangenes Jahr rund 710.000 Passagiere am Airport ein- und ausgestiegen - etwa 13 Prozent weniger als im Jahr davor. Zum Vergleich: Der größte Flughafen des Landes in Düsseldorf zählte 2025 rund 21 Millionen Fluggäste, gefolgt von Köln/Bonn mit 10,1 Millionen. Deutlich dahinter liegen Dortmund, Weeze sowie Münster/Osnabrück.
Unsere Quellen:
- Nachrichtenagentur dpa
- Statistisches Landesamt NRW
Sendung: WDR.de, EU genehmigt staatliche Hilfe für Flughafen Paderborn, 17.06.2026, 20.10 Uhr