Vier Hallen mit zusammen 4.000 Quadratmetern und zwei Bürokomplexe mit noch einmal mehr als 500 Quadratmetern - der Standort von Stiebel Eltron in Höxter ist nicht klein.
2022 hatte der Wärmepumpenhersteller mit dem Hauptsitz im benachbarten niedersächsischen Holzminden das leerstehende Gelände gekauft. Getrieben war man damals von den Auswirkungen des Überfalls auf die Ukraine und dem Wunsch, sich vom russischen Gas zu lösen.
Doch noch bevor Ende 2023 in Höxter produziert werden sollte, war schon absehbar, dass der Absatz einbrechen würde. Und so wurde in Höxter nie richtig begonnen.
300 Arbeitsplätze sind möglich
Jetzt soll es am 12. Januar endlich losgehen. Die Komponenten sollen von Holzminden nach Höxter gebracht und dort montiert werden.
In den vier Hallen werden die Wärmepumpenkomponenten aus dem Hauptwerk im benachbarten Holzminden zusammengesetzt
Zunächst wird es zwei Schichten geben mit etwa zehn Leuten pro Schicht. Dabei soll es aber nicht bleiben, sagt Unternehmenssprecher Henning Schulz: "Perspektivisch könnte es einmal 300 werden."
Wie viele fertig montierte mit Propan als natürlichem Kältemittel ausgestattete Pumpen in 2026 Höxter verlassen sollen, das ist Betriebsgeheimnis.
Branchenverband rechnet mit steigendem Absatz
Im kommenden Jahr werden über 400.000 Wärmepumpen-Verkäufe erwartet - ein gutes Zeichen für den Standort Höxter
Bundesweit hat sich der Absatz von Wärmepumpen im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Für das kommende Jahr rechnet der Bundesverband Wärmepumpe in Berlin mit einem Verkauf von mehr als 400.000 Geräten.
Gute Aussichten also für den Standort Höxter. Am Stiebel Eltron-Hauptsitz in Holzminden arbeiten rund 2.000 Beschäftigte, weltweit sind es etwa 5.000.
Der Jahresumsatz betrug 2024 nach eigenen Angaben rund 941 Millionen Euro.
Unsere Quellen:
- Stiebel Eltron
- Bundesverband Wärmepumpe
Sendung: WDR2 OWL, Lokalzeit, 10.12.2025, ab 6:31 Uhr