Der heute 57-jährige Beschuldigte aus Kürten im Bergischen Land steht im Verdacht, im November 2003 in Bad Driburg einen damals 29 Jahre alten Kellner ermordet zu haben. Der Mann war mit einem Staubsaugerkabel erdrosselt worden. Seit Mai 2025 sitzt der Verdächtige in Untersuchungshaft. Laut Staatsanwaltschaft Paderborn schweigt er zu den Vorwürfen. Ab Mitte Oktober könnte ihm der Prozess gemacht werden.
Verdächtiger war Nachbar des Opfers
Die Ermittlungsgruppe Cold Case der Polizei Bielefeld hatte alte Spuren mit modernen Techniken neu ausgewertet. Zum Durchbruch verhalf ihr eine DNA-Reihenuntersuchung. So fand die Polizei nach 21 Jahren einen Tatverdächtigen. Er hatte damals in der Nachbarschaft des Getöteten gewohnt und soll aus Habgier und niederen Beweggründen gehandelt haben. Nach Zeugenangaben hatte er ein Problem mit den homosexuellen Neigungen des Opfers.
Der Mord an Tino Werner
Den damals 29 Jahre alten Kellner Tino Werner hatte die Polizei im November 2003 in seiner Wohnung in Bad Driburg gefunden. Erdrosselt, wie die Obduktion ergab. Seine Kellnerbörse mit bis zu 150 Euro Bargeld war verschwunden, ebenso ein Handy und eine Webcam. Tino Werner hatte an der Hausbar "Brunnenklause" des damaligen Hotels "Am Kaiserbrunnen" gearbeitet, war offen homosexuell und suchte über Datingportale Kontakt zu Männern. Seinem mutmaßlichen Mörder droht nach 21 Jahren eine lebenslange Haftstrafe.
Unsere Quellen:
- Staatsanwaltschaft Paderborn
- Polizei Bielefeld