Grüne Steckdose für Westfalen: Ibbenbüren bekommt Großbatterie-Anlage

00:48 Min. Verfügbar bis 09.02.2028

Grüne Steckdose für Westfalen: Ibbenbüren bekommt Großbatterie-Anlage

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Batteriespeicher statt Kohlekraft: Ibbenbüren will sein altes Zechengelände zur Steckdose für Westfalen und das Ruhrgebiet machen.

Von Simon Lenartz

Strom von den Nordsee-Windparks speichern, wenn der Wind weht und dann in Westfalen und Ruhrgebiet verteilen, wenn besonders viel gebraucht wird - das ist in aller Kürze die Idee und das Geschäftsmodell der geplanten Großbatterie-Anlage in Ibbenbüren.

"Wir wollen da die grüne Steckdose für uns und das Ruhrgebiet bauen." Marc Schrameyer (SPD), Bürgermeister Stadt Ibbenbüren

Strukturwandel auf ehemaligem Zechengelände

Aus Sicht der Stadt Ibbenbüren ist die Entwicklung des ehemaligen Zechen- und Kraftwerksgeländes das wichtigste Projekt des Strukturwandels. Aus Sicht der Investoren ist es die aktuell größte geplante Anlage dieser Art in NRW.

"Der Wind weht, die Sonne scheint, aber wenn das nicht passiert, brauche ich trotzdem Strom", bringt es Uwe Manteuffel von der Stadt Ibbenbüren auf den Punkt.

Grüne Steckdose für Westfalen: Ibbenbüren bekommt Großbatterie-Anlage

WDR Studios NRW 10.02.2026 04:12 Min. Verfügbar bis 10.02.2028 WDR Online

Hunderte einzelne Batterien in Containern

Bauschutt auf einer Baufläche

Brachfläche auf dem ehemaligen Zechengelände Ibbenbüren

Container voller Batterien, die den Strom automatisch speichern und wieder weiterleiten, sollen das in Ibbenbüren leisten. Hunderte LFP-Batterien, ähnlich der von modernen E-Autos stecken dahinter.

Zwei Mal pro Tag soll so Strom für bis zu 500.000 Haushalte zwischengespeichert werden können, von 1,9 Gigawattstunden Strom ist die Rede. Ferngesteuert. Smart. Auf der Anlage selbst wird niemand arbeiten.

"Ohne Speicher wird es nichts mit Energiewende." Peter Jumpertz, Geschäftsführer GFGBA

Start frühestens im Herbst 2028

Im Herbst 2028 will die Gesellschaft für Großbatterie-Anlagen (GFGBA) damit ans Netz gehen - frühestens. Verzögerungen nicht ausgeschlossen.

2018 wurde in Ibbenbüren die letzte Kohle gefördert, jetzt "wollen wir nach vorne denken", sagt Bürgermeister Marc Schrameyer. Mit dem neuen Industrie- und Gewerbegebiet investiert die Stadt viele Millionen in die Konversion - und hofft auf Gewerbesteuereinnahmen.

Ibbenbüren als Stromstandort

Ein Entwurf zeigt die zukünftige Großbatterie-Anlage von oben

Ein Entwurf des Investors zeigt die zukünftige Großbatterie-Anlage von oben

Zirka 300 Millionen Euro will der Investor am Standort Ibbenbüren in seine Großbatterie-Anlage stecken. Der ehemalige Kohlekraftwerk-Standort im Norden des Münsterlandes hat den Vorteil, dass der Anschluss an das Höchstspannungsnetz schon steht und der Weg zu den Windkraftanlagen an der Nordsee relativ kurz ist.

Auch mit dem lokalen Stromnetz soll die Großbatterie verbunden sein, sodass die Ibbenbürener theoretisch ein Notstromaggregat im Hinterhof hätten. Ibbenbüren als Stromstandort, Steckdose für Westfalen vielleicht.

Unsere Quellen:

  • Gespräch mit Peter Jumpertz und Dr. Detlev Ruland, Gesellschaft für Großbatterie-Anlagen mbH
  • Gespräch mit Marc Schrameyer, Bürgermeister Stadt Ibbenbüren
  • Gespräch mit Uwe Manteuffel, Technischer Beigeordneter Stadt Ibbenbüren

Sendung: WDR.de, Ibbenbüren soll riesigen Batteriespeicher bekommen, 09.02.2026, 16:35 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Münsterland, 09.02.2026, 19:30 Uhr
Sendung: WDR 5, Morgenecho, 10.02.2026, 06:15 Uhr.

Grüne Steckdose für Westfalen: Ibbenbüren bekommt Großbatterie-Anlage

WDR Studios NRW 09.02.2026 00:34 Min. Verfügbar bis 09.02.2028 WDR Online

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