Kraftwerk Ibbenbüren: Platz schaffen für die nächste Sprengung

03:13 Min. Verfügbar bis 02.01.2028

Kraftwerk Ibbenbüren: Platz schaffen für die nächste Sprengung

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Auf dem Gelände des Kraftwerks Ibbenbüren wird Platz gemacht für die nächste große Sprengung. Am 22. Februar sollen hier Kamin, Entschwefelungs- und Entstickungsanlagen zu Boden gehen. Der WDR wird live dabei sein.

Von Christian Schweitzer

"Das wird nochmal ein ganz ordentlicher Wumms!", sagt der Mann, der die letzte Sprengung auf dem ehemaligen Kraftwerksgelände geleitet hat. Jens Hofmann vom Abbruchunternehmen Hagedorn aus Gütersloh fährt seit 2023 regelmäßig nach Ibbenbüren. Jetzt übernimmt sein Kollege Akgol Bülent die Leitung der nächsten Sprengung.

Ein ganz ordentlicher Wumms

Als die Firma 2023 das stillgelegte Kohlekraftwerk von RWE kaufte, war noch alles da. Das riesige Kesselhaus, darin die 800 Megawatt-Turbine, der Kühlturm, Kohlenbänder, Bahngleise, alles, was man so brauchte, um aus Kohle Strom für Millionen Menschen zu machen.

Der Auftrag für Hagedorn: Die weithin sichtbare Landmarke bei Ibbenbüren platt machen, so sauber und so schnell wie möglich.

Trotz Verzögerungen im Zeitplan

Der Fall des Kühlhauses

Der Kühlturm ging im April 2025 zu Boden

Im Juni soll dann alles abgeräumt sein. Bereits im April 2025 gingen Kühlturm und Kesselhaus spektakulär zu Boden. Als der Sprengstoff im Kesselhaus zündete, herrschte auf den Straßen am Sperrgebiet Volksfest-Stimmung unter blauem April Himmel.

Der WDR berichtete in einer Sondersendung live. Die Sprengung war vorher aus Sicherheitsgründen mehrfach verschoben worden.

Schrott für neuen Stahl

Ein Mann mit gelber Warnjacke und Helm steht auf einer Baustelle

Jens Hofmann leitete die Sprengung im April 2025

Inzwischen ist davon nicht mehr viel übrig. Trotzdem zerlegen Schweißer weiter große Stahlteile in transportfähige Größen. "Die kommen jetzt aus den Entschwefelungs-Anlagen", so Hofmann. Schrott für neuen Stahl.

"Der wird später in den Hochöfen wieder eingeschmolzen." Ein lukratives Geschäft für das Abbruchunternehmen, das damit die Kosten für den Abbruch wieder reinholt.

Betonmassen für Kamin-Fallbett

Die Betonmasse aus dem Kühlturm ist auf dem Kraftwerksgelände geblieben. "Damit bauen wir das Fallbett, in das im Februar der 275-Meter hohe Kamin fallen soll." Der WDR wird erneut live dabei sein.

Ist dann im Sommer auch das alles weggeräumt, übernimmt das Versorgungsunternehmen Amprion. Dann wird in Ibbenbüren ein riesiger Konverter gebaut. Der macht dann aus dem Windstrom von der Nordsee haushaltsüblichen Strom für NRW-Haushalte.

Unsere Quellen:

  • Jens Hofmann vom Abbruchunternehmen Hagedorn
  • Versorgungsunternehmen Amprion
  • WDR-Sondersendung zur Sprengung des Kohlekraftwerks Ibbenbüren vom 06.04.2025

Sendung: WDR.de, Kraftwerk Ibbenbüren: Platz schaffen für die nächste Sprengung, 02.01.2026, 6:03 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Münsterland, 30.12.2025, 19.30 Uhr

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