Anti-Castor-Demo in Bottrop | Video
00:23 Min.. Verfügbar bis 24.01.2028.
Gestartet ist die Demo gegen geplante Atommülltransporte durch NRW mit einer Kundgebung an der A2 in Bottrop Süd. "Atomkraft, nein Danke!" und "Keine unsinnigen 152 Atomtransporte, Jülich-Ahaus" stand auf Transparenten. Verschiedene Bündnisse gegen Atomanlagen und der Umweltverband BUND NRW hatten Reden gehalten und vor Atommülltransporten gewarnt, die auch durch das Ruhrgebiet führen sollen.
Demo durchs Bottroper Wohngebiet
Die Veranstalter sehen vor allem die Großbaustelle an der A2 und marode Brücken als bedenklich an. Sie fordern eine Absage der Castor-Transporte.
Demonstranten sind in Bottrop-Fuhlenbrock durch Wohngebiete gezogen
Mit Megaphon sind die Demonstranten durch die Wohnstraßen in Bottrop-Fuhlenbrock gelaufen. „Liebe Anwohner, wir wollen Sie informieren, dass hier bald Castor-Transporte rollen sollen,“ sagte Peter Bastian vom Bündnis Münsterland gegen Atomanlagen. Und während des Marsches war immer wieder die Parole „Hopp, hopp, hopp - Castor Stopp!" zu hören.
"Unsere Kinder wollen noch wat erleben"
Nur wenige Anwohner ließen sich blicken. Eine Frau, die in ihrem Vorgarten stand, sagte: "Finde ich gut, dass die demonstrieren. Unsere Kinder wollen ja noch wat erleben." Ein jüngerer Mann, der an einem Kiosk saß, zeigte sich überrascht und hob die Schultern. "Ich hab davon keine Ahnung, bin ich ganz ehrlich."
Laut Polizei sind etwa 110 Menschen zur Demo gekommen. "Alles ist friedlich und störungsfrei gelaufen," sagte Polizeisprecher Andreas Lesch nach der Veranstaltung.
Anti-Castor-Demo | Aktuelle Stunde
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Juristisches Hick Hack im Vorfeld
Die Polizei hatte zunächst verboten, dass die Demo auch über Brücken verläuft, die über die A2 führen. Sie hielt die Strecke für bedenklich. Die Autofahrer könnten durch die Demo abgelenkt werden, hieß es zur Begründung.
Atomgegner haben Angst vor dem Transport von Atommüll durch NRW
In einem Eilverfahren vor dem Verwaltungsgericht Gelsenkirchen bekamen die Veranstalter der Demo jedoch Recht. Sie durften die Brücken über der A2 nutzen.
Termin für Castortransporte unbekannt
Bisher gibt es keine offiziellen Termine für die genehmigten Castor-Transporte. Mit Lkw sollen 152 Ladungen Atommüll vom Zwischenlager in Jülich nach Ahaus gebracht werden. Der BUND NRW klagt vor dem Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg gegen die Genehmigung der Castor-Transporte.
Das OVG sagte laut BUND, man gehe davon aus, dass Castor-Transporte bis zu einer Entscheidung des Gerichts nicht starten.
Unsere Quellen
- Polizei Recklinghausen
- Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen
- WDR Reporterin vor Ort
- BUND NRW
Sendung: WDR 2, WDR Aktuell, 24.01.2026, 12.00 Uhr
Sendung: WDR 2 Rhein und Ruhr, Lokalzeit, 23.01.2026, 16.31 Uhr