Eissporthalle in Dinslaken vor dem Aus
03:28 Min.. Verfügbar bis 12.02.2028.
Eishockey spielen, Kids on Ice, Schulsport - für Hunderte Vereinsmitglieder und viele weitere Nutzer der Eissporthalle in Dinslaken war die Nachricht eine Hiobsbotschaft. Aber die Stadt ist pleite und muss massiv sparen. SPD-Bürgermeister Simon Panke sieht jetzt nur noch zwei Optionen.
Investor oder höhere Grundsteuer
Entweder, ein Investor übernimmt, so wie zuletzt in Wesel - dort steht ein Verkauf der Eishalle an, der den Weiterbetrieb sichern könnte. Oder die Grundsteuer wird noch mal um 70 Prozentpunkte erhöht. Wobei Bürgermeister Panke dazu dem WDR gegenüber Skepsis äußerte. Eine weitere Erhöhung wäre in der Stadt und im Stadtrat kaum vermittelbar.
Dinslaken droht der Nothaushalt
Die Lage in Dinslaken ist kompliziert. Bekommt die Stadt ihre schlechte Finanzlage nicht in den Griff, droht der Nothaushalt. Das bedeutet: Schafft es der Rat im März nicht, ein funktionierendes Haushaltssicherungskonzept auf die Beine zu stellen, übernimmt die Kommunalaufsicht die Stadtfinanzen. Nur ein strenger Sparplan kann das verhindern. Und hier spielt auch die Eissporthalle eine zentrale Rolle.
Kosten sollen gesenkt werden
Denn nach eigenen Angaben sind Betrieb und Zuschüsse für die Vereine zu teuer für die Stadt. Jedes Jahr kostet die Eissporthalle rund 1,3 Millionen Euro. Am Tag nach dem WDR-Dreh mit dem Bürgermeister stellte die Stadt noch einmal klar: Besonders heikel sei das Zusammenspiel von hohen Kosten und akutem Sanierungsbedarf. Schon nächstes Jahr könnte es kritisch werden, denn dann steht für eine Million Euro die Sanierung des Hallendachs an.
Unsere Quellen:
- WDR-Recherche
- Beobachtungen des WDR-Reporters vor Ort
- Interviews mit Verantwortlichen der Stadt Dinslaken
- Pressemitteilung der Stadt Dinslaken
Sendung: WDR 2 Rhein und Ruhr, Lokalzeit, 12.02.2026, 13.31 Uhr