Mahnwache von Atomgegnern in Ahaus

Atomkraftgegner bei der Mahnwache in Ahaus.

Nächtliche Dauermahnwache: Atomgegner warten auf Castor in Ahaus

Stand:

Vor dem Brennelemente-Zwischenlager in Ahaus warten Atomkraftgegner die halbe Nacht auf die Ankunft des ersten Castors. Friedlich.

Von Helen Erdbrügge

Musik, Lagerfeuer, Tee - der eiserne Kern der Atomkraftgegner will durchhalten, bis der erste Castor in der Nacht einrollt. Anfangs, um 20:00 Uhr sind noch um die 100 Menschen vor dem Brennelemente-Zwischenlager.

Wegen Wind und Kälte sind es um 0:30 Uhr dann nur noch etwa 30 Leute. Campingstühle, Bierbänke, ein altes Fass als Feuertonne. Mützen, Handschuhe, immer wieder warmer Tee aus mitgebrachten Tassen, um die Finger aufzuwärmen.

Viele schon seit 30 Jahren dabei

Viele von ihnen, die hier in der Nacht vor dem Zwischenlager Ahaus frieren und demonstrieren, waren schon vor knapp 30 Jahren bei den Castor-Transporten dabei. 1998 waren Menschenmassen in Ahaus, um zu protestieren. Die Meinung der Gegner ist immer noch die gleiche: Der Atommüll werde nur verschoben.

"Die entziehen sich einfach der Verantwortung." Atomkraftgegnerin bei der Mahnwache in Ahaus

Jens Dütting vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen kritisiert ganz konkret: "Das hat nichts mit Entsorgung zu tun. In 10 Jahren stehen wir wieder vor der gleichen Frage wohin." Für die Gegner hätte es schon längst eine finale Lösung geben sollen, als damals die Lizenz für die Castoren in Jülich ausgelaufen ist.

Nicht aufhalten, aber Flagge zeigen

Ringsherum ist alles hell beleuchtet durch Flutlichter. Immer wieder fahren Polizeiwagen hin und her - und die Aktivisten wissen selbst nicht so recht, wann es hier "losgehen" soll. Die Atomkraftgegner versuchen entspannt zu bleiben, heizen ihre rostige Feuertonne noch mal an.

Alle hier wissen, sie können die Castoren nicht mehr aufhalten. Bis der Schwerlasttransport gegen 4 Uhr morgens einrollen soll, wollen sie aber trotzdem noch Wache halten und Flagge zeigen. Mit Wille, Lagerfeuer und Tee.

Unsere Quelle:

  • Beobachtungen WDR-Reporterin vor Ort

Polizei zieht positives Fazit zum Castor-Transport

WDR 25.03.2026 00:48 Min. Verfügbar bis 24.03.2028 WDR Online

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Sendung: WDR 2 Münsterland, Lokalzeit, 25.03.2026, 6.31 Uhr

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