Unfallserie in Düsseldorf - Rheinbahn sucht Ursachen

Lokalzeit aus Düsseldorf 19.02.2026 02:41 Min. Verfügbar bis 19.02.2028 WDR Von Raphael Boch

Unfallserie in Düsseldorf - Rheinbahn sucht Ursachen

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Erneut eine verschrammte Straßenbahn in Düsseldorf: Die Rheinbahn forscht nach Ursachen der Unfallserie und zieht Konsequenzen.

In Düsseldorf-Bilk sind Anfang der Woche zwei Straßenbahnen kollidiert. Die Schäden an den Bahnen gehen in die Hunderttausende. Außerdem verletzte sich eine Person, der Straßenbahnfahrer erlitt einen Schock.

Es ist der jüngste Unfall einer ganzen Serie, die der Rheinbahn zu schaffen macht. Dutzende Wagen müssen zur Reparatur und werden dafür zum Teil sogar ins Ausland gebracht.

Speziell in den Blick nimmt das Unternehmen nun Zwischenfälle, die mit den Weichen zu tun haben. In den letzten drei Monaten gab es vier Unfälle, bei denen Bahnen entgleisten. Dabei spielten immer Weichen eine Rolle.

Im Schnitt, sagt Ralf Lüdeking, Bereichsleiter Betrieb bei der Rheinbahn, entgleisen pro Jahr bis zu 15 Bahnen. Was jetzt grade passiere, sei eine Serie von drei schweren Entgleisungen mit hohem Sachschaden - eine Häufung aus der Konsequenzen folgen sollen.

Rheinbahn-Personal soll intensiver geschult werden

Zuerst will die Rheinbahn alle Weichen technisch überprüfen. Wenn sich eine Straßenbahn einer solchen Anlage nähert, legen sich die beweglichen Gleise automatisch in die richtige Richtung. Die Technik ist aber nicht fehlerfrei, die Fahrerinnen und Fahrer müssen immer aufpassen.

Im Cockpit der Rheinbahn

Das Fahrpersonal soll jetzt noch weiter geschult werden.

In der Ausbildung lernen sie die Signale zu überprüfen und langsam in die Weiche zu fahren. Das sei laut Rheinbahn ein zentraler Punkt. Das Fahrpersonal soll jetzt noch weiter geschult werden. Sowohl in der Ausbildung als auch in den jährlichen Unterweisungen der Fahrer soll das Thema "Weichen" jetzt vertieft werden.

Rheinbahn prüft Einsatz von Video-Assistenten

Außerdem will die Rheinbahn den Einsatz von Video-Assistenten prüfen, die den Fahrweg analysieren und vor bestimmten Situationen warnen. Wann genau ein solches Programm wirklich genutzt werden kann, kann Christian Finke aus der erweiterten Geschäftsleitung der Rheinbahn noch nicht abschätzen.

Er betont aber, dass die Bahnen jeden Tag rund 40.000 Kilometer durch Düsseldorf zurücklegen - in den allermeisten Fällen sicher und ohne Zwischenfälle.

Im Fall der jüngsten Kollision in Bilk ist noch nicht klar, ob es sich um einen technischen Defekt oder menschliches Versagen handelt. Die Polizei ermittelt und wertet die Fahrdaten der Straßenbahnen sowie die Daten der Weichen aus.

Unsere Quellen:

  • Interviews Rheinbahn

Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit aus Düsseldorf, 19.02.2026, 19.30 Uhr 

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