Wegen vieler Unfälle: Reparaturstau bei der Düsseldorfer Rheinbahn
02:40 Min.. Verfügbar bis 29.01.2028.
Ein Zusammenstoß zwischen Auto und Straßenbahn. So, wie es immer wieder mal passiert. Ein Linksabbieger, der die Bahn übersieht. Und schon muss wieder eine Straßenbahn zur Reparatur in die Werkstätten der Rheinbahn in Düsseldorf-Heerdt.
Reparatur dauert Wochen bis Monate
In der Werkstatt wird gerade auf Hochtouren gearbeitet
Da ist gerade Hochbetrieb. Zusätzlich zu den ganz normalen Reparaturen und Inspektionen kommen jetzt noch die Unfälle aus den vergangenen Wochen. Deshalb hat sich hier einiges angestaut.
Schon das Ausbessern von kleinen Blechschäden kann schon ein paar Wochen dauern. Manche Fahrzeuge fallen monatelang aus.
Seit Herbst schon Unfallserie
Straßenbahnunfall in Holthausen im November 2025
Der größte Straßenbahnunfall war Ende November in Düsseldorf-Holthausen, als eine Bahn entgleiste. Dabei wurden neun Menschen verletzt. Gleichzeitig wurden auch zwei Bahnen komplett beschädigt - ein Schaden, der bis in die Millionen ging.
Aber auch davor und danach kam es im Straßenbahnverkehr in Düsseldorf zu ungewöhnlich vielen Unfällen - und es nimmt kein Ende
Stau in Werkstatt - Fahrzeuge im Ausland repariert
Es sind so viele Unfälle, dass die Rheinbahn sogar einzelne Bahnen im Ausland reparieren lässt. "Im Augenblick haben wir Fahrzeuge zur Instandsetzung in Polen und haben auch eine Vereinbarung getroffen, Fahrzeuge nach Wien zu schicken", erklärt Tomasz Karbowski, Bereichsleiter Fahrzeuge bei der Rheinbahn.
Ein Fahrzeugteil in der Rheinbahn-Werkstatt
An Manpower fehle es in der Düsseldorfer Werkstatt nicht. Mehr als 200 Menschen arbeiten hier, allerdings nicht rund um die Uhr. Probleme bereiten eher Platz und Material, erklärt Karbowski: "Materiallieferungen von sechs bis zwölf Monaten sind nicht unüblich."
Größte Krise laut Rheinbahn überwunden
Auf einigen Linien wurden inzwischen sogar die Fahrzeuge knapp. Bisher konnten trotz aller Probleme aber alle Linien weiter fahren, wenn auch hier und da mit geringeren Kapazitäten.
Und es besteht Hoffnung, dass das so bleibt. Denn die gröbsten Reparaturengpässe habe man jetzt überwunden, sagen die Rheinbahn-Experten - und hoffen, dass jetzt auch erstmal keine weiteren Unfälle mehr dazu kommen.
Unsere Quellen:
- Interview mit Tomasz Karbowski, Bereichsleiter Fahrzeuge bei der Rheinbahn
- Reporter vor Ort
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit Düsseldorf, 29.01.2026, 19.30 Uhr