Düsseldorfer Rheinbahn gehen nach 55 Unfällen die Bahnen aus
00:29 Min.. Verfügbar bis 14.01.2028.
Düsseldorfer Rheinbahn gehen nach 55 Unfällen die Bahnen aus
Stand:
Weil es in Düsseldorf zuletzt 55 Straßenbahnunfälle gegeben hat, gibt es jetzt Engpässe. Jeder zehnte Zug muss stehen bleiben.
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Jetzt mitdiskutierenEine spektakuläre Entgleisung in Düsseldorf-Holthausen mit mehreren Verletzten, dann eine entgleiste Bahn im Schneegestöber im Stadtteil Flingern und eine Kollision mit einem Auto in Gerresheim. Das sind nur einige Beispiele. Die Düsseldorfer Rheinbahn scheint vom Unfallpech verfolgt.
Bahn-Ersatzteile kommen spät
Die Rheinbahn sagt, dass wegen Unfallschäden gerade jedes zehnte Fahrzeug nicht zur Verfügung steht. In den vergangenen Wochen habe es ganze 55 Unfälle gegeben. Das sei schon ungewöhnlich.
Straßenbahn entgleist in Düsseldorf-Holthausen
Hinzu kommt, dass es gerade schwierig ist, Ersatzteile für Schienenfahrzeuge zu bekommen. "Unsere Mitarbeitenden in den Werkstätten arbeiten mit Hochdruck im Schichtbetrieb", sagt der zuständige Bereichsleiter bei der Rheinbahn, Tomasz Karbowski. Man müsse aber auf Komponenten manchmal sechs Monate oder länger warten, statt zwei Wochen wie früher.
Rheinbahn will Zahl der Unfälle verringern
Deshalb setzt die Rheinbahn jetzt kürzere Züge in Düsseldorf und Umgebung ein. Man versuche, trotz der Engpässe keine Fahrten streichen zu müssen.
Gleichzeitig arbeiten Rheinbahn, Stadt Düsseldorf und Polizei daran, dass es künftig weniger Unfälle gibt. Zu den Maßnahmen gehören bessere Signaltechnik und veränderte Verkehrsführungen. Außerdem sollen andere Verkehrsteilnehmer sensibilisiert werden. Denn es gebe insbesondere viele Unfälle, weil PKW falsch abbiegen würden.
Unsere Quellen:
- Gespräch mit Rheinbahn
Sendung: WDR.de, 55 Unfälle - Düsseldorfer Rheinbahn gehen die Bahnen aus, 14.01.2026, 13.14 Uhr

29 Kommentare
Kommentar 29: Hauptsling schreibt am 15.01.2026, 14:40 Uhr :
Während meiner Ausbildung zum Busfahrer 2022, ist mein Ausbilder mit dem Schulungsfahrzeug zum METRO-Parkplatz in Duisburg gefahren. Da wurden die Tramfahrer, für DE geschult und "durften" rückwärts mit dem Bus+Anhänger rangieren üben. Die Kollegen von meinem Fahrlehrer, Busfahrer, "durften" mit der Tram üben. Das ist bei der Rheinbahn so, bei der SWK in Krefeld, genau wie bei der DVG in Duisburg. Bei meiner Tarifschulung bei der Rheinbahn letztes Jahr, wurden die frisch ausgebildeten Kollegen darauf hingewiesen, dass die Rheinbahn eine "Beförderungspflicht" hat und DESWEGEN müssen alle Linien, ob Tram oder Bus, IMMER bestückt werden müssen. DAS ist der Grund, warum ich NICHT bei der Rheinbahn bin, sondern in unserem Unternehmen, in meinem Beruf als Busfahrer und nicht als "Mädchen für Alles" in der Breite ausgebildet, weder Fisch, noch Fleisch. Das heute keine Lagerhaltung mehr betrieben wird, sieht man auf den Autobahnen, an den LKW-Kolonnen. Teile werden China bestellt usw.
Kommentar 28: Karl schreibt am 15.01.2026, 09:23 Uhr :
Mein Spinnensinn reagiert...
Kommentar 27: Heidi schreibt am 15.01.2026, 09:20 Uhr :
Es stimmt schon, dass das Klima rauer geworden ist. Aber das Bus- und Straßenbahnfahrer uns Rollstuhlfahrern nicht helfen würden, wenn es notwendig ist, stimmt einfach nicht. Die Verkehrsmittel sind deutlich barrierefreier als früher. Die Fahrer haben gelernt das nicht jeder von uns beim Ein- und Aussteigen Hilfe benötigt. Sie springen nicht mehr unaufgefordert auf, um uns ungefragt ihre nicht benötigte Hilfe aufzuzwingen,. Doch wenn man sich im Blickfeld aufhält, die Fahrerin oder den Fahrer um Hilfeleistung bittet, sind sie immer für uns da. Es funktioniert auch auf uns aufmerksam machen, indem wir den blauen Knopf mit Rollstuhlsymbol außen am Fahrzeug oder innen im Fahrzeug drücken. Dann gehen die Türen nicht mehr automatisch zu. Der Fahrer wird informiert und ist aufmerksamer und ansprechbarer. Ich selber jedoch hol mir lieber Einstiegshilfe bei den Fahrgästen. Denn jedesmal wenn ich den Fahrer zu mir bitte, kostet das Zeit, die zu Verspätungen führen kann.
Kommentar 26: Helmut schreibt am 15.01.2026, 08:51 Uhr :
Wie sehen die versicherungsrechlichen Fragen aus? Ich hoffe es fließt Geld für die Reperatur bevor ein Urteil gefällt ist, wer Schuld am Unfall hatte. Wundere mich auf der Kölner Landstraße, wie oft über die weiße Trennlinie zur Straßenbahn zum Wenden gefahren wird.
Kommentar 25: Haui schreibt am 15.01.2026, 07:59 Uhr :
Ich bin selbst bis vor Kurzem viele Jahre im Auftrag der Rheinbahn in Düsseldorf Bus gefahren. Leider muss ich sagen, dass sich das Klima auf deutschen Straßen stark verändert hat – teilweise fühlt es sich wie ein Kleinkrieg an. Ich bin ehrlich gesagt froh, dass ich heute keinen Bus mehr fahren muss. Was mir außerdem aufgefallen ist: Es wurden viele neue Kolleginnen und Kollegen aus unterschiedlichen Nationen eingestellt, bei denen Freundlichkeit und einfache Begrüßungen gegenüber Fahrgästen oft zu kurz kommen. Das hat insgesamt deutlich nachgelassen. Ich bin es noch so gewohnt, jeden Fahrgast zu begrüßen und ihm einen schönen Tag zu wünschen – das gehörte für mich einfach dazu.
Kommentar 24: Manuela schreibt am 15.01.2026, 06:39 Uhr :
Ich moniere, dass sich der Fahrstyle doch sehr geändert hat , ob Bus oder Bahnfahrer. Als älterer Mensch und wenn man nicht mehr so mobil ist, hat man kaum eine Chance vernünftig auszusteigen ohne das der Fahrer sich bemüht mal in den Spiegel zu schauen ob man länger braucht um ein oder auszusteigen. Ein Beispiel: Ein Fahrgast half einer Rollstuhlfahrerin aus einem Bus zu kommen, ob wohl der Busfahrer verpflichtet ist Hilfestellung zu leisten. Die meisten Fahrer sind mit erhöhten Tempo und agressiver Fahrweise unterwegs. Bedingt durch eventuellen Personalmangel bei der Rheinbahn wird wahrscheinlich alles eingestellt, wer einigermaßen ein Fahrzeug lenken kann, auch wenn diese Person vorher vielleicht nur ein Mofa gefahren ist. Vielleicht sollte die Rheinbahn mal über Nachschulungen oder auch über Konsequenzen nachdenken. Zum Schluss auch was positives: Kinder für die Haltestellenansage fand ich mal eine nette Geste. Weiterhin Gute Fahrt!
Kommentar 23: Jens schreibt am 15.01.2026, 02:19 Uhr :
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Kommentar 22: Ich schreibt am 14.01.2026, 23:34 Uhr :
Wie schon viele hier geschrieben haben, ich sehe eine deutliche Verschlechterung beim Fahrpersonal. Aber wenn man den Leuten ja keinen anständigen Lohn bezahlen möchte, spart man ja mit Sicherheit auch an der Ausbildung. Man macht es sich einfach, in dem man alles auf die anderen Verkehrsteilnehmer schiebt. Sicherlich hängt natürlich auch alles mit Stress und Problemen zusammen, da dass Verkehrsmanagment der Stadt unfähig ist und nur alles zum erliegen bringt.
Antwort von Wahres Leben , geschrieben am 15.01.2026, 10:36 Uhr :
Ich stimme zu, das die Ausbildung nicht wie ein Sparprogramm sein sollte. Dazu kommt noch der Verkehr, der dichter und hektischer geworden ist hinzu. Das aber alle den Fahrern die Schuld geben, ist nicht gerecht. Was macht das Unternehmen denn in der letzten Zeit dagegen. Der Fahrplan wird immer enger geschnürt, das muss der Fahrdienst auch ausbaden, da Kunden Pünktlichkeit erwarten. Ich war selber im Fahrdienst und habe immer versucht für Fahrgäste da zu sein. Es gibt auch Fahrgäste die Türen aufreißen oder reinspringen im Schließvorgang und verursachen eine Türstörung, mit der Folge das alle in der Bahn nicht weiter fahren können, durch die Türstörung. Ich wünsche allen stehts eine gute Fahrt und dem Fahrdienst auch alles Gute.
Kommentar 21: Helga schreibt am 14.01.2026, 22:54 Uhr :
Es gibt viele auswärtige Besucher, die überhaupt keine Erfahrung mit Straßenbahnen haben, denn es gibt sie ja nicht in jeder Stadt.
Kommentar 20: G. Veren schreibt am 14.01.2026, 22:52 Uhr :
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Kommentar 19: Frank schreibt am 14.01.2026, 22:39 Uhr :
Die Rheinbahn hat eine künstliche Fluktuation bei den Fahrern. Nach 2 Jahren wird bei jeden 3 der Vertrag nicht verlängert. Von meiner Gruppe (7) damals wurden nur 3 Personen übernommen. Keiner hatte sich was zu schulden kommen lassen.Im Gegenteil jeder würde genötigt Überstunden zu machen. Dazu kommt das Straßenbahn Fahrer in nur drei Monaten ausgebildet werden. Und dann für die Strecke einen erfahrenen Fahrer zur Seite gestellt werden. Danach ist man auf sich gestellt. Dazu kommen 3 geteilte Dienste von morgens um 6 bis 18 Uhr. In manchen Diensten sind 9,45 Stunden keine Seltenheit,wo man froh sein kann seine nur 30 Minuten Pause an den Endhaltestelle haben zu können. Ich bin so froh den Job nicht mehr machen zu müssen.🤣 Ich könnte noch mehr erzählen aber das sprengt den Rahmen. Allen Ex Kollegen wünsche ich alles gute.😉