Rechtliche Schritte gegen Oberbürgermeister Westphal
Lokalzeit aus Dortmund. 18.09.2025. 02:40 Min.. Verfügbar bis 18.09.2027. WDR. Von Matthias Wagner.
Der SPD-Oberbürgermeister nannte in seinen Äußerungen auch den Namen "Heiko". Sportjournalist Heiko Wasser, der sich öffentlich als Unterstützer von Cremer betätigte, hat deshalb rechtliche Schritte eingeleitet.
Nachdem feststand, dass der parteilose Kandidat nicht in die Stichwahl kommt, sprach Westphal vom "Gespenst aus dem Dortmunder Süden", das jetzt endlich Geschichte ist. Westphal spricht weiter über Cremer und seine Unterstützer: "Schaut euch mal in den WhatsApp Gruppen von denen um. Oder auf seinen Instagram-Kanal. Was die da reden ist offen rassistisch und rechtsextrem."
Heiko Wasser hat Westphal deshalb über seinen Anwalt eine Abmahnung geschickt und eine strafbewehrte Unterlassungserklärung gefordert. Außerdem verlangt er eine öffentliche Gegendarstellung. Sollte Westphal die Vorwürfe wiederholen, koste ihn das 25.000 Euro. Laut Wasser habe Thomas Westphal die Unterlagen bereits bekommen.
Wasser: Eigene Äußerungen nicht rechtsextremistisch
Sportjournalist Heiko Wasser
Heiko Wasser verwehrt sich gegen die Vorwürfe Westphals. Er habe weder in WhatsApp-Gruppen noch über Social-Media Aussagen getätigt, die rechtsextremistisch sind. Das habe ihm auch sein Anwalt bestätigt. "Ich habe mich in dem Wahlkampf für meine Stadt engagiert. Und wenn man dann vom ersten Bürger dieser Stadt derart angegriffen wird, dann tut das doppelt und dreifach weh", erklärt der Sportjournalist.
Oberbürgermeister möchte sich nicht weiter äußern
Wir haben Thomas Westphal gebeten, die Vorwürfe, die er den Unterstützern Cremers macht, mit Beispielen zu belegen. Er wolle sich zu dem Thema nicht mehr äußern. Es sei alles gesagt.
Unsere Quellen:
- Heiko Wasser
- Rede von Thomas Westphal (SPD) am Wahlabend
- WDR-Anfrage an Thomas Westphal
- Reporter vor Ort