Um die Menschen mit der neuen Masche zu betrügen, bedienen sich Kriminelle laut Dortmunder Polizei offenbar an Infos aus Traueranzeigen. Aus diesen können Betrüger oft die Namen der Angehörigen herauslesen und auch deren Verwandtschaftsverhältnisse. Außerdem können die Betrüger so potenziell ältere Menschen in einer Trauerphase mit ihren Maschen ausnutzen. "Perfide" nennt die Polizei das Vorgehen.
Die Betrüger suchen die entsprechende Nummer im Telefonbuch und ziehen die bekannte Schockanruf-Masche durch: Sie sagen dem Opfer, ihr Enkel oder die Tochter trage zum Beispiel die Schuld an einem schweren Autounfall mit Toten. Das Opfer müsse schnell eine hohe Kaution zahlen oder Geld überweisen, um seinem Verwandten zu helfen.
Daten aus Traueranzeigen sollen Glaubwürdigkeit schaffen
Die Daten aus den Traueranzeigen geben den Tätern hierbei Rückenwind: Die wissen dann zum Beispiel den Namen der Tochter und den des potenziellen Opfers. Dadurch kann das Opfer ihnen tendenziell eher glauben, dass es sich bei ihnen wirklich um Polizisten oder Staatsanwälte handelt.
Die Dortmunder Polizei rät Bürgern wegen der neuen Betrugsmasche dazu, möglichst wenig Familiendaten in Traueranzeigen zu schreiben. Nicht nur bei Namen, sondern auch bei Adressen der Trauernden und des Verstorbenen solle man vorsichtig sein. Kondolenzkarten sollten besser an das Bestattungshaus gesendet werden. Ansonsten könnten Einbrecher die Adressen ansteuern.
Ebenfalls aus Schutz vor Einbrüchen sollten Angehörige auch für den genauen Bestattungszeitpunkt auf den Bestatter verweisen.
Unsere Quelle:
- Pressemitteilung der Polizei Dortmund vom 16.04.2026
Sendung: WDR 2 Ruhrgebiet, Lokalzeit, 21.04.2026, 14:31 Uhr
