Zu sehen ist ein Schild "Betreten verboten! Einsturzgefahr!", das am Zaun hängt.

Wie geht es weiter am Wiedener Kreuz?

Einsturzgefährdetes Haus in Wuppertal Stadt droht mit Abriss

Stand:

Die Lage am Wiedener Kreuz spitzt sich zu: Der Eigentümer des immer noch einsturzgefährdeten Hauses in Wuppertal muss innerhalb von vier Wochen einen belastbaren Sanierungsplan vorlegen - andernfalls drohe der Abriss.

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Anke Spiess

Die Stadt Wuppertal hat den Eigentümer dazu aufgefordert, das Haus bis Mitte Juli abzureißen. Es sei denn, er präsentiert der Stadt bis dahin eine andere Lösung.

Konzept reichte bisher nicht aus

Dabei hatte Hausbesitzer Eckehardt Rogge nach eigenen Angaben bereits am 1. Juni ein Konzept vorgelegt. Das ist laut Stadt aber nicht ausreichend, um die bestehende Gefährdung zu beseitigen und das Gebäude zu sichern.

Mann in blauem Kapuzenpullover und mit grauen Haaren schaut in die Kamera

Eigentümer Eckehardt Rogge möchte sein Haus retten

Die Stadt hatte in einem Schreiben, das dem WDR vorliegt, bestätigt, dass sein Konzept zielführend sei, aber drei Ergänzungen von ihm erbeten. Unter anderem soll Rogge die Tragfähigkeit des Bodens nachweisen, wenn der Keller mit Beton verfüllt werde.

Eigentümer ist schockiert

Genau das wollte der Hausbesitzer auch tun und hatte die Stadt um Fristverlängerung gebeten, da sein Statiker im Urlaub war. Er sei die ganze Zeit mit den zuständigen Ämtern im Austausch gewesen, so Rogge. Deshalb kann er die jetzige Androhung der Stadt nicht verstehen. Am Freitag gebe es den Ortstermin mit einem Geologen, der die Tragfähigkeit des Bodens untersuchen soll und auch den Statiker, der dieses Gutachten auswerte, habe er schon bestellt. Rogge hat jetzt einen Fachanwalt beauftragt.

Gefahr für Hab und Gut

Mit Baken abgesperrte Kreuzung

Autofahrer müssen Sperrung umfahren

Seit vier Wochen kommen Eckehardt Rogge und seine Familie sowie auch seine Mieter nicht mehr in ihre Wohnungen und an ihre persönlichen Sachen. Beide Häuser am Wiedener Kreuz sind versiegelt, der Strom abgeschaltet. Das bedeute zum Beispiel, dass der Inhalt der Gefriertruhen und Kühlschränke verderbe. Rogge befürchtet Maden und anderes Ungeziefer.

Immense Kosten und psychische Belastung

Mehr als 35.000 Euro habe ihn der Schaden bereits gekostet. Mietausfälle, die Kosten für die Unterbringung der Familie mit zwei Kindern im Hotel: dazu kämen die Rechnungen der Statiker und Gutachter. Seine Familie und die ehemaligen Bewohner seien mit den Nerven am Ende.

Ein weiteres Problem: Die Ursache für den Wassereinbruch, der zu der Einsturzgefahr der Häuser geführt habe, sei bis heute nicht geklärt. Rogge vermutet, dass Kanalarbeiten der Stadtwerke im Jahr 2008 das Problem ausgelöst hätten.

"Seitdem hat es immer wieder Überflutungen im Keller gegeben. Wenn das Wasser nicht aufhört zu fließen, dann nutzt das ganze Sanierungskonzept nichts" Eckehardt Rogge

Erhebliche Auswirkungen für den Verkehr

Ein Bild vom Wiedener Kreuz aus der Vogelperspektive.

Das Wiedener Kreuz ist immer noch gesperrt

Nach wie vor haben laut Stadt die Einschränkungen am Wiedener Kreuz erhebliche Auswirkungen auf den Verkehr dort. Zwar konnte die meistgenutzte Fahrtrichtung durch eine Ampel wieder in Betrieb genommen werden, aber eine komplette Freigabe der Straße sei erst möglich, wenn die Gefährdung durch das Haus beseitigt sei. Deshalb müssten Autofahrer und auch Landwirte noch erhebliche Umwege in Kauf nehmen.

Stadt droht mit Abriss

WDR 11.06.2026 00:43 Min. Verfügbar bis 10.06.2028 WDR Online

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Unsere Quellen:

  • Stadt Wuppertal
  • Gespräch mit Eckehardt Rogge

Sendung: WDR 2 Bergisches Land, Lokalzeit, 11.06.2026, 06:31 Uhr

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