Kioskbetreiber und andere Verkäufer von Lachgas stehen in Langenfeld unter verschärfter Beobachtung. Die Stadt kontrolliert, ob das Verkaufsverbot eingehalten wird. Seit dem 12. April gilt der Verkauf an Minderjährige bundesweit als Straftat - und nicht mehr als Ordnungswidrigkeit. Deshalb lasse sich das Verbot besser durchsetzen, so die Stadt.
Hirnschäden oder Lungenverletzungen durch Partydroge
Jugendliche nutzen Lachgas gerne als Partydroge, denn es macht kurzzeitig euphorisch. Aber das gesundheitliche Risiko ist dabei groß.
Lachgasbehälter in einem Mülleimer
Durch Sauerstoffmangel kann es zu Bewusstlosigkeit kommen. Wer zuviel Lachgas einatmet, kann bleibende Nerven- und Hirnschäden davontragen. Beim direkten Inhalieren aus der Kartusche kann das eiskalte Gas zu Verletzungen der Lunge führen.
Deshalb hatten die Städte Langenfeld und Wuppertal schon vor zwei Jahren eine Kampagne gegen das Rauschmittel gestartet - allerdings mit mäßigem Erfolg. Auf Schulhöfen und Treffpunkten im Freien wurden laut Ordnungsamt immer wieder Gaskartuschen und Ballons gefunden.
Studiogespräch: Bianca Euteneuer, Drogenberatung Wuppertal
Lokalzeit Bergisches Land. 13.01.2026. 21:41 Min.. Verfügbar bis 13.01.2028. WDR.
Keine Lachgas-Verstöße, aber illegale Feuerwerkskörper
Mit dem neuen Gesetz haben Ordnungsamt und Polizei nun eine bessere Handhabe und kontrollierten die Langenfelder Kioske. Gravierende Verstöße haben sie dabei nicht festgestellt, so die Stadt. Nur an zwei Kiosken habe man verbotene Großgebinde im Lager entdeckt und sichergestellt. Allerdings seien in einem Kiosk illegale Feuerwerkskörper gefunden worden.
Die Stadt will das Verkaufsverbot von Lachgas weiter kontrollieren.
Unsere Quellen
- Stadt Langenfeld
Sendung: WDR.de, Langenfeld will Lachgasverkauf an Jugendliche kontrollieren, 21.04.2026, 14:50 Uhr