Kreis Mettmann vs. Asiatische Hornisse
00:37 Min.. Verfügbar bis 16.06.2028.
10.000 Euro für die Bekämpfung : Kreis Mettmann vs. Asiatische Hornisse
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Der Kreis Mettmann will Geld in die Hand nehmen, um die invasive Asiatische Hornisse zu bekämpfen – denn die breitet sich immer weiter aus und verdrängt beispielsweise heimische Bienen, was im schlimmsten Fall zu Ernteausfällen führen kann.
Den Asiatischen Hornissen im Kreis Mettmann geht es an den Kragen. 10.000 Euro sollen Imker dort für Ausrüstung und Schulungen zur Bekämpfung der invasiven Insektenart bekommen. Nach Angaben des Kreisimkervereins Mettmann bestehe großer Handlungsdruck, weil sich die Asiatische Hornisse so rasant ausbreitet.
Asiatische Hornisse frisst Bienen
Aber warum ist diese Hornissenart so gefährlich? Auf der Speisekarte von ihr stehen vor allem die heimischen Bienen. Wenn diese getötet werden, wirke sich das indirekt auf viele Pflanzenarten und andere Tiere aus. Und auch die Landwirtschaft leide darunter, denn zwei Drittel aller Nutzpflanzen seien auf die Bestäubung von Insekten angewiesen – andernfalls drohten Ernteausfälle.
Bei der Sichtung eines Nestes kann man sich an den Kreisimkerverein Mettmann direkt wenden oder über deren Website mittels eines Online-Formulars melden, wo man das Nest gesichtet hat. So könne man helfen, die Ausbreitung einzudämmen.
Land NRW hat "Kopfgeld" ausgesetzt
Vor kurzem hatte das Land NRW bereits eine Art "Kopfgeld" auf die asiatische Hornisse ausgesetzt: Imker bekommen bis zu 300 Euro pro entferntem Nest. Auch für die benötigte Ausrüstung können Imker Geld vom Land bekommen – pauschal 250 Euro gibt es zum Beispiel für Schutzanzüge, inklusive Helm und Visier. Absaugevorrichtungen oder Lanzen für den direkten Umgang mit Hornissen-Nestern werden mit einer Pauschale von 2.000 Euro unterstützt.
Unsere Quellen:
- Naturausschuss Kreis Mettmann
- Bisherige WDR-Berichterstattung
- Kreisimkerverein Mettmann
Sendung: WDR 2 Bergisches Land, Lokalzeit, 16.06.2026, 08:31 Uhr