In den warmen Monaten zieht es viele Menschen zur Abkühlung an einen See. Doch der Sprung ins kalte Nass ist nicht ohne Risiken. Immer wieder kommt es vor, dass Menschen beim Schwimmen oder Plantschen in einem Gewässer sterben.
Um das Risiko zu minimieren, wacht an vielen Badestellen die DLRG über Badegäste. 2025 haben die Ehrenamtlichen 117 Menschen in NRW vor dem Ertrinken bewahrt, wie ein DLRG-Sprecher am Mittwoch dem WDR sagte. 2024 waren es 114.
Insgesamt 9.818 Rettungsschwimmer waren im vergangenen Jahr seitens der DLRG in NRW im Einsatz. Sie waren über 440.000 Stunden ehrenamtlich während ihrer Freizeit tätig.
Bundesweit 704 Menschen vor dem Ertrinken bewahrt
Bundesweit hat die DRLG im vergangenen Jahr 704 Menschen vor dem Ertrinken bewahrt, wie die Organisation mitteilte. 2024 waren sie in 699 Fällen noch rechzeitig im Wasser zur Stelle.
Insgesamt retteten sie im vergangenen Jahr 1.154 Menschen das Leben - einschließlich derjenigen, die am Strand oder auch abseits des Strandes einen Herzinfarkt oder andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen erlitten. Mindestens 393 Menschen konnten die Lebensretter im vergangenen Jahr allerdings nicht mehr helfen. Das waren 18 Todesfälle weniger als 2024.
DLRG warnt vor der beginnenden Badesaison vor Übermut
Damit weniger Menschen am und im Wasser ihr Leben verlieren, warnt DLRG-Präsidentin Ute Vogt angesichts der beginnenden Badesaison: "Wer übermütig handelt, riskiert unter Umständen sein Leben. Im Mai und auch zumeist noch im Juni sind die Gewässer oft noch kalt. Daran muss sich der Körper langsam gewöhnen."
Die DLRG ist nach eigenen Angaben die größte Wasserrettungsorganisation der Welt - mit über 642.000 Mitgliedern zum Ende des vergangenen Jahres. Es war der höchste Stand in der Geschichte der Organisation und ein Anstieg um gut 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Quellen:
- DLRG-Sprecher auf WDR-Anfrage
- Nachrichtenagentur dpa
Sendung: WDR 2, WDR aktuell, 13.05.2026, 15:30 Uhr