Fünf Männer stehen vor dem Landgericht Aachen. Sie sollen eine 17-Jährige gemeinsam vergewaltigt haben.

WDR 00:27 Min. Verfügbar bis 13.05.2028

Gruppenvergewaltigung Heinsberg Hatten die Angeklagten weitere Opfer?

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Fünf Männer sollen im Oktober eine 17-Jährige in Heinsberg vergewaltigt haben. Nun gibt es Spekulationen über ein weiteres Opfer.

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Ingo Wagner

Fünf Männer müssen sich wegen des Verdachts der Vergewaltigung vor dem Aachener Landgericht verantworten. Die mutmaßlichen Täter sind zwischen 17 und 27 Jahren alt. Vier von ihnen sind syrischer und einer irakischer Herkunft. Das mutmaßliche Opfer stammt aus Aserbaidschan. Gegen die Gruppe wird seit Oktober des vergangenen Jahres ermittelt.

Gruppenvergewaltigung soll in privater Wohnung stattgefunden haben

Den Männern wird vorgeworfen, am Abend des 18. Oktober in einer Wohnung in Heinsberg-Unterbruch die 17-Jährige gemeinsam vergewaltigt zu haben. In der Wohnung sollen die Täter sie auch mit einem Elektroschocker bedroht haben, um sie gefügig zu machen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft kannte die junge Frau zumindest einen der Männer vorher. Einen Tag später ging sie zur Polizei und zeigte die Gruppe an.

Die Polizei setzte daraufhin ein Spezialeinsatzkommando ein. Das vor allem deshalb, weil die Beamten offenbar vermuteten, dass die Männer über Schusswaffen verfügten. Bei der Durchsuchung der Wohnung wurden dann auch tatsächlich eine Pistole und ein Elektroschocker gefunden.

Gibt es weitere Opfer?

Nach Bekanntwerden des Falls kursierten in der Öffentlichkeit schnell Spekulationen über weitere Opfer. Die Staatsanwaltschaft ermittelte, stellte aber bald mehrere zunächst begonnene Verfahren mangels Tatverdachts wieder ein. Nach WDR-Informationen gibt es aber zumindest ein weiteres Opfer, das demnächst umfassend aussagen will.

Die Berichte über diesen Fall hatten im Oktober des vergangenen Jahres weit über den Aachener Raum hinaus Aufsehen erregt. Bundesweit berichteten viele Medien mehrere Tage lang. Der Fall fand wohl auch deshalb große Beachtung, weil Bundeskanzler Friedrich Merz kurz zuvor mit seiner Bemerkung zum "Stadtbild" eine Diskussion über die Probleme der Zuwanderung und ein vermindertes Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung ausgelöst hatte.

Öffentlichkeit vom Prozess ausgeschlossen

Einer der Angeklagten in dem Verfahren ist erst 17 Jahre alt, zwei weitere sind Heranwachsende. Im Verfahren wird - wie bei Verhandlungen wegen Sexualverbrechen üblich - auch über das persönliche und sexuelle Vorleben der Angeklagten gesprochen werden. Um vor allem die jüngeren Angeklagten zu schützen, ist daher die Öffentlichkeit von dem Verfahren ausgeschlossen worden. Das Urteil in diesem Prozess soll im Juli fallen.

Prozessauftakt wegen Gruppenvergewaltigung

WDR 12.05.2026 00:42 Min. Verfügbar bis 11.05.2028 WDR Online

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Unsere Quellen:

  • Staatsanwaltschaft Aachen
  • Landgericht Aachen
  • WDR-Informationen

Sendung: WDR.de, Prozessauftakt wegen Gruppenvergewaltigung, 13.05.2026, 5 Uhr
Sendung: WDR Fernsehen, Lokalzeit aus Aachen, 13.05.2026, 19:30 Uhr 

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