Mutmaßliche Gruppenvergewaltigung in Heinsberg
Aktuelle Stunde . 24.10.2025. 29:10 Min.. UT. Verfügbar bis 24.10.2027. WDR. Von Purvi Patel.
Gruppenvergewaltigung Heinsberg-Unterbruch: Neue Details
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Einen Monat nach der mutmaßlichen Gruppenvergewaltigung einer 17-Jährigen in Heinsberg-Unterbruch hat die Staatsanwaltschaft Aachen auf WDR-Anfrage neue Details zu den Tatverdächtigen bekanntgegeben. Die fünf Männer im Alter zwischen 17 und 26 Jahren sitzen weiterhin in Untersuchungshaft.
Zum Motiv und zu den Hintergründen der Tat kann die Staatsanwaltschaft zum jetzigen Zeitpunkt keine Angaben machen. Aber dafür zu den Tatverdächtigen: Alle fünf Männer sind syrischer Herkunft. Sie verfügen über einen vorläufigen Aufenthaltsstatus und sind alle im Asylverfahren.
Jüngster Tatverdächtiger sozial integriert
Nach Auskunft der Ermittler sind die Männer 2014, 2016, 2022 und 2024 nach Deutschland eingereist. Der jüngste Tatverdächtige ist vor neun Jahren nach Deutschland gekommen. "Er gilt als sozial integriert", sagt die zuständige Oberstaatsanwältin Katja Schlenkermann-Pitts.
Kein Ermittlungen gegen Ex-Freund
Erstmals äußert sich die Staatsanwaltschaft auch zur Rolle des Ex-Freundes des Opfers. In vielen Medienberichten der vergangenen Wochen wurde immer wieder behauptet, er habe seine ehemalige Freundin vor der Wohnung abgesetzt, in der die Vergewaltigung dann passierte.
Das offizielle Statement der Ermittlungsbehörde auf Anfrage des WDR lautet: "Der Ex-Freund der Geschädigten gehört nicht zu den Beschuldigten und wird in dem Verfahren als Zeuge geführt."
Kein Zusammenhang zu SEK-Einsatz
Die Vergewaltigung ereignete sich am 18. Oktober in der Wohnung eines Beschuldigten in Heinsberg-Unterbruch. Noch am gleichen Tag erstattete die junge Frau Anzeige bei der Polizei.
Einen Tag später kam es zu einem SEK-Einsatz in der Wohnung. Dieser, so die Staatsanwaltschaft, habe aber nicht in Zusammenhang mit der Vergewaltigung gestanden.
Dabei sei es vielmehr um Ermittlungen wegen möglicher Drogendelikte gegangen. Die Ermittler hätten auch keine scharfen Waffen sichergestellt, sondern einen Taser.
Verschiedene Informationen im Netz
Staatsanwältin Katja Schlenkermann-Pitts
Viele Medien haben bundesweit über den Fall in Heinsberg berichtet. Und im Netz kursieren verschiedene Berichte zu dem Fall, die unterschiedliche Abläufe oder Hintergründe darstellen. Einige dieser Darstellungen hat die Staatsanwaltschaft inzwischen auch widerlegt.
Auch das junge Opfer, eine 17 Jahre alte Jugendliche, ist laut Staatsanwaltschaft keine Deutsche. Woher sie stammt und wo sie lebt, dazu gibt es bisher keine Angaben. Sie sei jedoch mit einem der Beschuldigten in einer Beziehung gewesen.
Unsere Quellen:
- Staatsanwaltschaft Aachen
- Aachener Zeitung
Über dieses Thema berichten wir am 18. November 2025 auch im WDR Fernsehen: Lokalzeit Aachen, 18:09 Uhr und im Radio: WDR 2 Aachen, 13.31 Uhr.