IT-Probleme: Wahlergebnisse zum Teil nicht übermittelt

00:45 Min. Verfügbar bis 15.09.2027

IT-Probleme: Wahlergebnisse zum Teil nicht übermittelt

Stand:

Während der Kommunalwahl kam es teilweise bei der Übermittlung von Wahlergebnissen zu Problemen. Grund dafür waren IT-Probleme.

Im Münsterland gab es unter anderem in Coesfeld, Greven und Warendorf Probleme bei der Übermittlung der Wahlergebnisse. Laut des IT-Dienstleisters Citeq war die Wahlpräsentationssoftware Vote-Manager nur eingeschränkt erreichbar. Dadurch kam es zu einer Störung bei der Darstellung der Wahlergebnisse.

Anzeichen für einen Hacker-Angriff?

Zur Ursache für die Störung teilte ein Sprecher der Stadt Münster im Laufe des Abends mit, dass es ungewöhnlich viele Zugriffe auf die Server gegeben habe. Dahinter könnte ein Hackerangriff stehen, das wisse man aber noch nicht exakt. Weiter betonte er: "Die ordnungsgemäße Durchführung der Wahl war zu keinem Zeitpunkt gefährdet".

Die Firma Citeq ist ein IT-Dienstleister, der zu 100% der Stadt Münster gehört. Die Firma ist für die IT von 28 Kommunen in der Region zuständig.

Mehrere Orte hatten Probleme

Etwa drei dutzend Kommunen in den Kreisen Kleve, Wesel und Viersen hatten ebenfalls Probleme bei der Darstellung der Wahlergebnisse. Das dort zuständige Kommunale Rechenzentrum in Kamp-Lintfort konnte die Daten aber weiterhin an die Kreisverwaltungen und Rathäuser übertragen.

In diesem Fall war ein technischer Fehler im Rechenzentrum Niederrhein der Grund für die Probleme. Ein Hackerangriff könne hier ausgeschlossen werden, so ein Sprecher des Rechenzentrums. Gegen 20:00 Uhr war der Fehler behoben. Es sei auf einen anderen Server umgestellt worden. Auf die Wahlauszählung habe Problem keine Auswirkungen gehabt.

Greven telefonierte Kommunen ab

Einzelne Kommunen und Wahlbüros trotzten den Problemen mit viel Einsatz und griffen zu analogen Lösungen: So telefonierten die Helfer in Greven die fehlenden Ergebnisse zusammen und trugen sie händisch in Tabellen ein.

In Bocholt setzten sich die Mitarbeiter des Wahlbüros ins Auto und brachten die Ergebnisse persönlich nach Borken, berichtete ein WDR-Reporter.

Unsere Quellen:

  • WDR-Reporter vor Ort
  • Sprecher der Stadt Münster
  • dpa

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